Europäischer Uber-Rivale Bolt sammelt erneut über 600 Millionen Euro ein

·Lesedauer: 3 Min.
Auch auf deutschen Straßen sind die Roller von Bolt inzwischen unterwegs.
Auch auf deutschen Straßen sind die Roller von Bolt inzwischen unterwegs.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Bolt hat 628 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. An der Runde waren Sequoia Capital und Fidelity Management beteiligt. Der estnische Uber-Rivale wird damit mit 7,4 Milliarden Euro bewertet. Der Fahrdienstleister hat zuletzt im August eine Finanzierung über 600 Millionen Euro erhalten und wurde damals mit über vier Milliarden Euro bewertet.

Bolt, früher bekannt als Taxify, begann als Taxi-Anruf-App in Estland. Inzwischen bietet das Unternehmen auch einen Elektroroller-Verleih, Carsharing und einen 15-Minuten-Lieferservice für Lebensmittel an und beliefert über 100 Millionen Kunden in 45 Ländern. [Mehr bei Reuters]

Auf Gründerszene: Nur wenige Monate nach der Insolvenzanmeldung einigte sich die Coworking-Firma Betahaus mit ihren Gläubigern auf einen Deal. Madeleine von Mohl berichtet uns über die härteste Zeit ihres Lebens und wie sie letztendlich doch weitermachen kann. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Delivery Hero möchte laut eines Medienberichts neue Geschäftsbereiche erschließen. Darunter sind der Verkauf von Werbung und die Möglichkeit, dass Verbraucher Zahlungen stunden können – ein sogenannter Buy-Now-Pay-Later-Service. Letzerer wird bereits im Nahen Osten und in Nordafrika getestet, wie Finanzvorstand Emmanuel Thomassin in einem Interview mit „Bloomberg“ sagte. [Mehr bei Bloomberg]

Facebook muss sich weiter mit der Federal Trade Commission (FTC) auseinandersetzen. Ein Richter gab der US-Wettbewerbsaufsicht nun doch noch eine zweite Chance, die Social-Media-Plattform wegen illegaler Monopolisierung zu verfolgen. Den Antrag von Facebook auf Abweisung der Kartellklage lehnte der Richter am Dienstag ab. Im Sommer hatte er ihm nach einem ersten Versuch der FTC noch stattgegeben. Auf die Aktien von Facebook-Besitzer Meta hatte die Nachricht aber kaum Effekt, obwohl dahinter der Wunsch der US-Regierung steckt, Facebook zu zerschlagen. [Mehr bei Wall Street Journal]

About You konnte seine Erlöse im dritten Quartal bis Ende November um 48 Prozent auf mehr als 512 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die digitale Modeplattform aus Hamburg, die im Juni an die Börse gegangen ist, wächst im Ausland und mit Geschäftskunden. Trotz der Steigerung des Konzernumsatzes macht das Startup aber weiter Verluste. [Mehr bei Handelsblatt]

Tesla hat im Dezember fast 71.000 in China produzierte Fahrzeuge verkauft, die höchste Anzahl in einem Monat seit Beginn der Produktion in Shanghai im Jahr 2019. Die Verkäufe von Tesla im Dezember, darunter 245 für den Export, waren fast dreimal so hoch wie im gleichen Monat des Vorjahres und 34 Prozent höher als die Verkäufe im November. Insgesamt hat Tesla damit im letzten Jahr über 473.000 Elektroautos in China produziert. [Mehr bei CNBC]

IBM hat das australische Startup Envizi übernommen, um sein Paket an sogenannten ESG-Angeboten (Environmental, Social and Governance) zu erweitern. Envizi hilft Unternehmen dabei, die Umweltauswirkungen entlang der Lieferkette zu messen. Die finanziellen Details wurden nicht bekannt gegeben. Das Startup verfolgt einen datenzentrierten Ansatz und IBMs Bemühungen dabei erinnern an den Aufbau von Watson Health im Jahr 2016, einer Abteilung, die laut Berichten verkauft werden soll. [Mehr bei Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Das Fintech Finanzguru hat noch einmal acht Millionen Euro an Investitionen einsammeln können. Wir zeigen euch das Pitchdeck, mit dem die Gründer die Deutsche Bank als Geldgeber gewinnen konnte. [Mehr bei Gründerszene+]

Ihr wollt nichts verpassen? Dann abonniert doch unseren Gründerszene Newsletter! Der erscheint jeden Morgen um 8:30 Uhr und bringt euch alle wichtigen Neuigkeiten direkt ins Postfach.

Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.