Europäische Karibikinseln in der Not

Emmanuel Macron besucht die verwüsteten französischen Karibikinseln und kündigte eine der größten Luftbrücken seit Ende des Zweiten Weltkrieges an. 12 Tonnen Hilfsgüter hatte er schon dabei. Nichts funktioniert mehr nach Irma, 95 Prozent der Häuser im französischen Teil der Insel Saint-Martin sind beschädigt oder verwüstet. Die Strom- und Wasserversorgung nicht oder nur eingeschränkt, die Handynetze funktionieren kaum. Ein Radiosender funktioniert noch, die einzige Nachrichtenquelle der Insel.

Viele Menschen wollen nur noch weg, Flüge gibt es aber nur sporadisch. Die öffentliche Ordnung war nach Irma zusammengebrochen, es kam zu Plünderungen, Bürgerwehren bildeten sich. Inzwischen sichern 400 Gendarmen die Insel.

Die französische Regierung sieht sich in der Kritik, den Sturm unterschätzt und nicht angemessen reagiert zu haben. Die gab zu bedenken, der Sturm habe sich überraschend von der Stufe 3 zu stufe 5 entwickelt, womit nicht zu rechnen gewesen sei. Man wolle dafür sorgen, das sich zumindest die Versorgungs- und Sicherheitslage schnellstens normalisiere.

#French President #Macron rushes to Irma-torn #SaintMartin gives out food and water to the locals: https://t.co/p4zoOobPag via NewsBharati pic.twitter.com/Uafp41DLLq— Virag Pachpore (ViragPachpore) September 12, 2017

König Willem-Alexander war schon einen Tag früher auf Sint Maarten eingetroffen, dem niederländischen Teil der Insel. Die niederländische Armee und das Rote Kreuz leisten Nothilfe. Mit Marineschiffen und Armeeflugzeugen versorgen sie die rund 40 000 Einwohner mit Wasser, Nahrung und Zelten.

King Willem-Alexander concludes visit to #StMaarten #StEustatius and #Saba after #IrmaHurricane

Kingdom will continue to provide assistance pic.twitter.com/mXQaBZSS1t— Karel van Oosterom (@KvanOosterom) September 12, 2017

Auch der britische Außenministers Boris Johnson hat sich auf den Weg zu den British Virgin Islands und Anguilla gemacht. In den vergangenen Tagen war die Kritik auch an der britischen Regierung gewachsen, weil Hilfsmaßnahmen nicht anlaufen würden.

Nearly a thousand British troops are now in the Carribean to help after Hurricane Irma. pic.twitter.com/bRH1InWm9y— Global’s Newsroom (@GlobalsNewsroom) September 12, 2017