Europäer kündigen Widerstand gegen Iran-Sanktionen der USA an

Die Europäische Union hat ihren Widerstand gegen die Wiedereinsetzung der US-Sanktionen gegen den Iran bekräftigt.  Das neue Abwehrgesetz soll europäische Unternehmen dazu bewegen, US-Sanktionsdrohungen zu ignorieren.

Gleichzeitig können möglicherweise entstehende Kosten und Verluste entschädigt werden. Dazu die Sprecherin der Europäischen Kommission, Mina Andreeva:

"An diesem Dienstag tritt das aktualisierte Blockierungsgesetz der Europäischen Union in Kraft. Es soll EU-Unternehmen, die legitime Geschäfte mit dem Iran tätigen, vor den Auswirkungen der Sanktionen schützen".

Einige der großen europäischen Unternehmen sind von den erneuten amerikanischen Sanktionen gegen den Iran betroffen. Dazu gehören die französischen Autohersteller Peugeot, Citroën und Renault.

Die französische Ölgesellschaft Total will ein Abkommen zur Entwicklung eines Gasfeldes im Iran aufgeben. Airbus hat Verträge mit iranischen Fluggesellschaften über 100 Flugzeuge im Wert von 10 Milliarden US-Dollar. Nur drei Flugzeuge sollen bis jetzt geliefert worden sein.

Der deutsche Großkonzern Siemens hat Verträge für Erdgaslieferungen unterzeichnet. Auch Italiens Marinebauunternehmen Fincantieri hat 2016 mehrere Abkommen mit dem Iran abgeschlossen.