Katalonien-Konflikt lässt Eurokurs kalt


Der Eurokurs hat am Donnerstag trotz der politischen Krise in Spanien zugelegt. Die weitere Zuspitzung im Katalonien-Konflikt belastete die europäische Gemeinschaftswährung nur vorübergehend. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1,1852 US-Dollar. Er notierte damit einen halben Cent höher als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1834 (Mittwoch: 1,1749) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8450 (0,8511) Euro gekostet.

Im Streit um die Unabhängigkeit der spanischen Region Katalonien haben beide Seiten am Donnerstag weiter auf eine direkte Konfrontation zugesteuert. Der Eurokurs wurde jedoch nur am Vormittag kurzzeitig unter Druck gebracht und fiel auf ein Tagestief von 1,1768 Dollar. Er erholte sich jedoch wieder und legte im späteren Handelsverlauf deutlich zu. „Bisher hat der Katalonien-Konflikt den Euro nicht nachhaltig belastet“, sagte Thu-Lan Nguyen, Devisenexpertin bei der Commerzbank. „Die Anleger gehen davon aus, dass es zu einer Einigung kommt, da eine Eskalation allen Akteuren schaden würde.“


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89815 (0,89283) britische Pfund, 133,18 (132,62) japanische Yen und 1,1541 (1,1551) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1286,40 (1280,20) Dollar gefixt.


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