EuroBasket 2017: Bauermann: "Ich traue dem Team viel zu"

Heute startet der DBB gegen die Ukraine in die EuroBasket 2017 (14:45 Uhr im LIVETICKER ). Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann traut dem Team ein gutes Turnier zu und spricht über die vielen Absagen und die Trainer-Thematik.

Heute startet der DBB gegen die Ukraine in die EuroBasket 2017 (14:45 Uhr im LIVETICKER). Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann traut dem Team ein gutes Turnier zu und spricht über die vielen Absagen und die Trainer-Thematik.

"Mit Italien und Litauen gibt es zwei Top-Mannschaften in der deutschen Gruppe. Aber ich traue dem Team viel zu", sagte Bauermann zu SPOX. Vieles hänge davon ab, "wie früh man im Rhythmus ist und wann das erste Erfolgserlebnis kommt. Auch der Gesundheitsfaktor spielt natürlich eine Rolle. Nehmen diese Faktoren für das deutsche Team einen positiven Verlauf, kann das ein erfolgreiches Turnier werden."

Mit Paul Zipser oder Maxi Kleber fehlen dem deutschen Team zwei NBA-Spieler. Auch darüber hinaus gibt es viele Absagen, was beim deutschen Team fast schon traditionell ist. Allerdings sei es schwer, "eine faire Beurteilung bezüglich einzelner Spieler-Absagen zu fällen, solange man nicht alle Details kennt, die zu einer Absage führen. Wie viel Druck gab es vom Verein? Wie viel Druck gab es vom Management?", erklärte Bauermann.

Durch die Absagen der NBA-Stars kommt die Erkenntnis, dass es Fluch und Segen zugleich sei, dass immer mehr deutsche Spieler den Sprung in die NBA wagen: "Einerseits spricht es für den deutschen Basketball, dass immer mehr junge Spieler entwickelt werden und auf so hohem Niveau spielen können. Andererseits fehlen diese Spieler dann eines Tages in unserer Liga und in unseren Spitzenmannschaften - und eben leider auch in der Nationalmannschaft."

Beim Turnier wird der DBB ein letztes Mal von Chris Fleming trainiert, der sein Amt als Bundestrainer anschließend niederlegen will. "Er hat sehr gute Arbeit geleistet", sagte Bauermann, der heuer die s.oliver Baskets Würzburg in der BBL trainiert, über Fleming. "Dabei waren die Bedingungen nicht einfach für ihn. Im Gegenteil: Kein Trainer vor ihm hatte mehr unter den Spieler-Absagen zu leiden als er."

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