Der Eurokurs ist im Umfeld nervöser Finanzmärkte am Dienstag unter Druck geraten. Das britische Pfund verlor gegenüber allen wichtigen Währungen an Wert.

Der Eurokurs ist im Umfeld nervöser Finanzmärkte am Dienstag unter Druck geraten. Das britische Pfund verlor gegenüber allen wichtigen Währungen an Wert.


Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Dienstagnachmittag bei 1,2322 US-Dollar gehandelt. Am Vormittag hatte der Eurokurs noch über 1,24 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2329 (Montag: 1,2440) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8111 (0,8039) Euro.

Die Finanzmärkte wurden am Dienstag dominiert von Turbulenzen an den Börsen und Erwartungen an steigende Kapitalmarktzinsen in den USA. In Zeiten größerer Unsicherheit wird oft der Dollar als sichere Alternative gesucht. Im Januar hatte der Euro noch stark von einer Dollar-Schwäche und robusten Konjunkturdaten aus der Eurozone profitiert.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sprechen nach Einschätzung der Commerzbank derzeit eher für eine Dollar-Stärke. Eine Normalisierung der Geldpolitik der EZB dürfte später kommen als erwartet. Auch die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump sollte tendenziell stützen.

Das britische Pfund geriet gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck. Zuletzt sind die Hoffnungen auf einen geordneten Austritt aus der EU gesunken. Der Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, hatte am Montagabend Großbritannien gewarnt. Ohne Zollunion und außerhalb des Binnenmarkts seien Hindernisse für Waren und Dienstleistungen unvermeidbar, so Barnier.



Premierministerin Theresa May hatte angekündigt, nicht nur den Binnenmarkt, sondern auch die Zollunion zu verlassen. Das Pfund leidet jedoch auch unter den Finanzmarktturbulenzen, da der Finanzplatz London eine wichtige Stütze für die britische Wirtschaft ist.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88885 (0,88568) britische Pfund, 134,97 (136,67) japanische Yen und 1,1571 (1,1599) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1331,40 (1333,60) Dollar gefixt.


Der Euro hat am Dienstag die Kursverluste vom Wochenauftakt vorerst gestoppt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2375 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2440 Dollar festgesetzt.

Am Montag hatte noch eine allgemeine Dollar-Stärke den Euro belastet. Als Ursache nannten Marktbeobachter steigende Zinsen auf amerikanische Anleihen seit dem Jahresbeginn. Dies macht Geldanlagen in den USA attraktiver und stützt den Dollar. Im weiteren Handelsverlauf stehen nur vergleichsweise wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Es wird daher mit einem eher impulsarmen Handel am Devisenmarkt gerechnet.


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