Euro Fund Forum Exklusiv: Starke Premiere in Hamburg

 

Premiere fu?r das Euro Fund Forum an der Elbe: Zwei Panels, 18 Workshops, neun Top-KVGs, rund 70 Vermo?gensverwalter und Private-Wealth-Manager sowie ein fulminanter Ero?ffnungsvortrag.

Punktlandung fu?r Prof. Marcel Fratzscher: Direkt aus Boston kommend, landete der DIW-Pra?sident am fru?hen Morgen in Hamburg: Und startete pu?nktlich seine Ero?ffungsvortrag beim Euro Fund Forum. Sein Thema: „Die O?konomie des Populismus“.

„Ungleichheit per se ist fu?r eine Volkswirtschaft nichts Schlimmes“, sie lebe sogar teilweise davon, so Fratzscher. Fu?r die Gesellschaft sei es entscheidend, wie sie damit umgehe. Die unteren 40 Prozent der Gesellschaft in Deutschland besa?ßen etwa 0,3% der Vermo?gen. „Haben diese 40 Prozent das Gefu?hl, sie wu?rden abgeha?ngt, tendieren sie zu extremem Wahlverhalten“. Zu verbessern sei vor allem die relativ geringe soziale Mobilita?t dieser Gruppe, „weniger die steuerliche Seite“. Fu?r das Wirtschaftsgeschehen in Europa sieht er aktuell drei Gefahrenherde: Populismus, Protektionismus und politische Paralyse. Deutschland sei „von offenen Grenzen und Sichtweisen abha?ngig.“

„Eine meiner gro?ßten Sorgen fu?r die wirtschaftliche Entwicklung Europas ist Italien“, sagt Fratzscher. Die hohe Verschuldung in Verbindung mit einer instabilen politischen Situation stelle ein Problem dar. Doch auch in Deutschland seien weitere Reformen wichtig: „Hier muss sich wieder mehr tun.“

Ein Wechsel an der Fed-Spitze, wie er aktuell geru?chteweise diskutiert wird, sei „kein wirklicher Game-Changer“, so Markus Peter, Leiter Anlagen und Produkte bei BB Bellevue in der Makro-Panel-Diskussion. Noch sei es zu fru?h, ein solches Szenario qualitativ zu bewerten. „Folgt die EZB der Fed?“ fragte Moderator Dr. Martin Hu?fner: „In den USA wird es weitere Zinserho?hungen geben“, antwortet Daniel Morris, Senior Investment Stratege bei BNP Paribas AM. „Die EZB sucht einen Ausgang aus der QE- und Niedrigzinspolitik“, sagt Bellevue Experte Markus Peter. „Draghi plant den Einstieg in den Ausstieg“, so Dr. Franz Wenzel, Anlagestratege fu?r institutionelle Kunden bei AXA Investment Partners. „Wir erwarten, dass das Anleihen-Kaufprogramm 2018 zuru?ckgefahren wird und fru?hestens 2019 die Zinsen steigen.“ Alan Zlatar, Head of Multi-Asset-Solutions bei Vontobel AM, warnt: „Alle Optionen der Geldpolitik sind offen“, es ko?nne in Europa noch „zu U?berraschungen kommen“. Ob das Tapering in Europa weiter gehe, sei – so wenig dies wu?nschenswert ist – eben auch eine politische Frage, meint BNP (Paris: FR0000131104 - Nachrichten) -Experte Morris.

Auch wenn die Voraussetzungen fu?r weiter steigende Kurse vorhanden sind, „ist eine Korrektur von zehn Prozent an den Aktienma?rkten der USA und Europas jederzeit mo?glich“, warnt Vontobel-Experte Zlatar. Beiderseits des Atlantiks seien Aktien nicht mehr billig und die politischen Unsicherheiten vorhanden. Kunden mit dem entsprechenden Risikoprofil ko?nnten dann z.B. bei Finanzwerten einsteigen. Im Bond-Bereich sieht AXA (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) -Stratege Wenzel lediglich bei europa?ischen High Yields eine sichtbare Anlagechance. 

(DIF)