Euro-Crash: Mein Fahrplan für den schwierigsten Markt aller Zeiten

Mit Aktienanalysen in Aktien investieren
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Jeder weiß, der Euro-Crash ist nah, wenn es heißt: 1 Euro = 1 US-Dollar. Nach einem Minus von rund 40 % innerhalb weniger Jahre ist jetzt eigentlich auch alles egal (Stand für diese Zahl und alle weiteren Zahlen: 13.07.2022). Vielleicht heißt es schon bald: 1 Euro = 0,5 US-Dollar.

Doch ist die Frage nicht eher, warum uns der Devisenmarkt eigentlich so sehr interessiert? Schließlich hieß es auch schon vor 20 Jahren: 1 Euro = 1 US-Dollar. Und seither hat sich mein Aktienportfolio nicht schlecht entwickelt.

Nun, wer langfristig in Aktien investiert, sollte sehr wohl ein Auge auf die Wechselkurse haben. Vor allem dann, wenn in aller Regel Unternehmen oder Staatsbeteiligungen aus Übersee auf der Einkaufsliste stehen.

Allein der Vanguard USD Treasury Bond UCITS ETF (WKN: A143JN) hat mir ein schönes, inflationsschlagendes Zusatzeinkommen beschert. Nur dank der Euroschwäche, auf die ich mein Depot schon seit vielen Jahren vorbereite.

Wie es jetzt weitergeht mit dem Euro-Crash? Das kann niemand mit Sicherheit sagen. Dennoch habe ich einen glasklaren Fahrplan.

Der schwierigste Markt aller Zeiten

Politische Märkte sind die schwierigsten Märkte. Sowohl auf der Seite des US-Dollar als auch auf der Seite des Euro entscheiden nur ein paar Leute über die Parameter, die letztendlich auch die Wechselkurse treiben.

Das kann man kritisieren, oder einfach damit arbeiten. Was in diesem Fall einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Denn in die Köpfe der Entscheider kann niemand hineinschauen.

Daher stürzen sich viele Beobachter des Euro-Crash nun vehement auf Plan B: die ökonomische Theorie.

Und die besagt, dass die Europäische Zentralbank über kurz oder lang drastische Zinserhöhungen in Angriff nehmen muss, um ihre Glaubwürdigkeit zu bewahren. Aber ist das realistisch?

Wenn die Theorie an der Realität scheitert

Vielleicht! Allerdings funktioniert die ökonomische Theorie noch nicht einmal auf kleinen Rohstoffmärkten.

Nach dem Börsencrash in den 1930er-Jahren fielen überall die Rohstoffpreise. Insbesondere der stark gefallene Weizenpreis machte den Bauern im mittleren Westen der USA zu schaffen.

Nach der ökonomischen Theorie sind Preise nur Informationen. Und ein sinkender Preis ist nichts weiter als die Aufforderung, weniger von der jeweiligen Sache herzustellen.

Doch was machten die Bauern? Sie produzierten so viel Weizen wie nie zuvor.

Mein Fahrplan für den Euro-Crash

So viel zur ökonomischen Theorie. Und zur Wahrscheinlichkeit, dass die europäische Zentralbank im Euro-Crash auch nur einen Finger rührt.

Trotzdem ist mein Fahrplan für den Euro nicht allzu düster. Denn in meinen Augen ist der US-Dollar fundamental auch nicht besser aufgestellt.

Die kommerziellen Händler auf dem US-Terminmarkt sehen das ähnlich (vgl. CoT-Bericht vom 05.07.2022). Die Damen und Herren Insider kaufen seit einiger Zeit Absicherungen auf Rekordniveau. Gegen einen Euro-Crash? Nein! Stattdessen dominiert die Angst vor einem Crash des US-Dollar-Index.

Kurzum: 1 Euro = 0,5 US-Dollar? Also, nur aufgrund dieser Wette würde ich jetzt keine US-Aktien oder ETFs mit US-Dollar-Portfolio kaufen.

Der Artikel Euro-Crash: Mein Fahrplan für den schwierigsten Markt aller Zeiten ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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