EU-Wirtschaft wird weiter wachsen

Eine positive Prognose ist es, die die EU-Kommission für das laufende Jahr herausgegeben hat: Rekordbeschäftigung und wenig neue Schulden wird es voraussichtlich geben. Das starke Wirtschaftswachstum hilft den Mitgliedsstaaten der Eurozone und der Bevölkerung. Zum ersten Mal bleiben alle Euro-Mitgliedsländer bei der Neuverschuldung unter drei Prozent – eigentlich ist das nach den Maastricht-Kriterien aber sowieso schon Pflicht.

Es sei das erste Mal seit einem Jahrzehnt, dass die Wirtschaft aller EU-Mitgliedsstaaten gewachsen sei, so EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. Tatsächlich soll es auch noch weiter aufwärtsgehen, wie die Zahlen des EU-Kommissars zeigen: Die Wirtschaft soll um 2,3 Prozent wachsen. Mehr Wirtschaft, das heißt für die Analysten auch mehr Arbeitsplätze: die Arbeitslosigkeit soll auf rund sieben Prozent zurückgehen.

Auch wenn die Arbeitslosigkeit zurückgeht, ist hier noch viel Potential: Die Spanne reicht von 2,2 Prozent Arbeitslosen in der Tschechischen Republik bis ins kriselnde Griechenland mit mehr als 20 Prozent Arbeislosen. Bei den Jugendlichen sieht es EU-weit nicht so gut aus, von ihnen gelten immernoch 15,6 Prozent als arbeitslos, in der Eurozone sind es noch rund 1,7 Prozent mehr. Mehr Arbeit und höhere Löhne fördern aber auch die Inflation. Sie soll EU-weit leicht ansteigen auf rund 1,7 Prozent.

So gut die Zahlen insgesamt klingen: sie geben Anlass zur Vorsicht: Das Wachstum, so zeichnet sich ab, verlangsamt sich, auch im kommenden Jahr soll es noch einmal zurückgehen.

Dennoch bleibt die Prognose für 2019 positiv. In ihre Berechnungen bezieht die EU-Kommission übrigens auch noch den EU-Aussteiger Großbritannien mit ein, um die langfristige Vergleichbarkeit zu gewährleisten.