EU vor weiteren Beitritten

Albanien und Mazedonien sind offenbar auf dem besten Weg in die Europäische Union.

„Höchstwahrscheinlich“ bis zum Sommer wird die EU-Kommission den Mitgliedsländern empfehlen, Beitrittsgespräche aufzunehmen.

Das hatte Erweiterungskommissar Johannes Hahn letzte Woche angekündigt. Der Zeitung „Die Welt“ sagte er, beide Länder hätten wichtige Reformen durchgeführt, Albanien etwa „im Kampf gegen die organisierte Kriminalität“.

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reist gerade durch mehrere Balkanländer, zumeist Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Gestern besuchte er zuerst Mazedonien und Albanien.

Dort rief Juncker dazu auf, Reformen in der Justiz und im Kampf gegen das Verbrechen fortzuführen . Die EU unterstütze Albanien auf dem Weg zur Mitgliedschaft, sagte er.

Vor jedem Beitritt zur EU müssten aber Grenzstreitigkeiten beigelegt werden. Auch Albanien müsse das schnell schaffen.

Albanien habe den festen Willen, der EU beizutreten, versicherte Regierungschef Edi Rama. Die nötigen Reformen unternehme man nicht, weil die EU es verlange, sondern weil Albanien selbst es so wolle. Das sei man der nächsten Generation schuldig.

Junckers nächste Station ist heute und morgen Serbien.