EU verdoppelt Beitrag zu Covax-Impfinitiative auf eine Milliarde Euro

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Symbolbild zu Corona-Impfstoff

Die EU verdoppelt ihren Beitrag für das globale Covax-Impfprogramm zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auf eine Milliarde Euro. Dies würden EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel am Freitag bei der Onlinekonferenz der sieben führenden Industriestaaten (G7) ankündigen, hieß es aus EU-Kreisen. Zudem wolle die EU dabei weitere 100 Millionen Euro für den Kampf gegen die Pandemie in Afrika zusagen.

Die Covax-Initiative setzt sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Vakzine ein. Ziel ist es, auch ärmeren Staaten Zugang zu Impfstoffen zu verschaffen. Geleitet wird Covax gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Impfallianz Gavi und dem Bündnis Cepi zur Impfstoffforschung.

US-Präsident Joe Biden will bei dem G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vier Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) zusagen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will laut Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ihrerseits bei der Online-Konferenz eine deutliche Erhöhung des deutschen Covax-Beitrags zusagen. Müllers Angaben zufolge fehlen bisher noch 27 Milliarden Euro für Corona-Impfungen in armen Ländern.

Wegen der erst anlaufenden Produktion ist es aber trotz der Bereitstellung finanzieller Mittel für manche Länder schwierig, Impfstoffe zu bekommen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plädierte deshalb am Donnerstag in der "Financial Times" dafür, dass reiche Länder drei bis fünf Prozent der ihnen zur Verfügung stehenden Dosen an afrikanische Länder abgeben. Nach seinen Worten unterstützt Merkel eine entsprechende gesamteuropäische Initiative.

mt/ck