EU: Strafzölle auf Cranberries?

Mit Kritik, aber auch Aufrufen zur Besonnenheit haben Politiker und Wirtschaftsvertreter auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten US-Zölle auf Stahl und Aluminium reagiert.

Die EU bereitet sich auf Gegenmaßnahmen vor: Strafzölle auf US-Produkte, wenn keine Einigung gefunden wird. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström meinte: "Wir sind doch Freunde und Verbündete, wir können doch keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA sein. Wir müssten davon ausgenommen werden. Was der Präsident sagte, war nicht ganz klar, daher werden wir erstmal nach Klarheit suchen."

Malmström sagte auch, die EU plane eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation WTO.

CDU-Politiker und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, sagte, ein HandelsKRIEG sei es noch nicht: "Nein, es ist noch kein Handelskrieg, aber wir sind davon nicht weit entfernt. Wir stolpern in einen Krieg hinein, das wäre natürlich sehr gefährlich für die Weltwirtschaft."

"Wir wollen den Dialog aufrechterhalten", sagt Jean-Baptiste Lemoyne, französischer Staatssekretär im Außenministerium. Aber wenn der Dialog nichts bringt, dann sollten wir Europäer nicht naiv sein, dann müssen wir zu Maßnahmen greifen, die klar zeigen, dass man nicht einfach so auf uns herumtrampeln kann."

Eine vorläufige Liste der EU-Kommission sieht Strafzölle auf US-Produkte wie Cranberries, Whiskey, Mais und Erdnussbutter vor.