EU-Staaten einigen sich auf Position für Haushaltverhandlungen

dpa-AFX

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Staaten wollen den Gemeinschaftshaushalt für 2018 weniger stark erhöhen als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Statt einem Plus von 8,1 Prozent bei den Ausgaben soll es nach der am Mittwoch verabschiedeten Position für die Budgetverhandlungen nur eine Steigerung um 7,4 Prozent geben. Dies würde Zahlungen in Höhe von 144,4 statt von 145,4 Milliarden Euro entsprechen.

Man wolle sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen der höchste Zusatznutzen zu erwarten sei, teilte die estnische EU-Ratspräsidentschaft für die Mitgliedstaaten mit. Im Mittelpunkt müssten Maßnahmen für mehr Jobs und Wachstum sowie Projekte zu Sicherheit und Migration stehen.

Die EU-Staaten müssen sich nun bis zum Jahresende mit dem Europaparlament auf konkrete Zahlen und Prioritäten einigen. Für die EU-Kommission begleitet der deutsche Kommissar Günther Oettinger die Gespräche. Unter seiner Aufsicht wurde auch der erste Entwurf für das Budget 2018 vorgelegt.