EU-Ratspräsident Tusk will Euro-Sondergipfel im Dezember

dpa-AFX

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Europäische Union soll nach dem Willen von EU-Ratspräsident Donald Tusk ihr weiteres Vorgehen in der gemeinsamen Wirtschafts- und Währungsunion bei einem Sondergipfel im Dezember festzurren. Es gelte, eine ganze Reihe an Ideen zu diskutieren, schrieb Tusk in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend. Einen genauen Termin nannte er nicht.

Die EU-Kommission hatte unlängst unter anderem den Posten eines EU-Finanzministers ins Spiel gebracht. Welche Kompetenzen dieser haben könnte, ist allerdings noch unklar. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte zudem darauf gedrungen, den Euro in allen EU-Staaten einzuführen. Im EU-Vertrag ist dies - mit Ausnahme von Großbritannien und Dänemark - vorgesehen, allerdings gibt es keine Fristen oder Zwangsmechanismen. Die Länder müssen vielmehr eine Reihe von Kriterien erfüllen, um der Gemeinschaftswährung beitreten zu dürfen.

"Wir haben die Pflicht, das Funktionieren der Wirtschafts- und Währungsunion zu verbessern und sie Schritt für Schritt zu stärken", sagte Tusk. Nach Jahren der Finanzkrise hatte das Wirtschaftswachstum in der EU zuletzt wieder angezogen, zugleich war die Neuverschuldung deutlich gesunken.