EU-Parlament will Anteil von giftigen Schwermetallen in Düngern verringern

In der Europäischen Union soll der Anteil von giftigen Schwermetallen wie Cadmium, Blei oder Nickel in Düngemitteln reduziert werden. Darauf zielt ein Verordnungsentwurf ab, den das Europaparlament am Dienstag verabschiedet hat. Gleichzeitig soll die Verwendung von organischen Düngemitteln aus Bio- und Recyclingmaterial in der europäischen Landwirtschaft gefördert werden.

Ziel der geplanten Neuregelung ist es, die Abhängigkeit der europäischen Landwirte von importierten Düngestoffen aus Drittstaaten zu reduzieren. Gleichzeitig soll durch verstärktes Recyceln die Kreislaufwirtschaft gestärkt werden.

Nach dem Willen des Europaparlaments sollen die Grenzwerte für Cadmium, das vor allem in mineralischen phosphathaltigen Düngemitteln vorkommt, nach drei Jahren von derzeit 60 auf 40 Milligramm pro Kilo reduziert werden. Nach neun Jahren soll dieser Grenzwert dann auf 20 Milligramm pro Kilo abgesenkt werden. Die EU-Kommission schlägt dafür eine Frist von zwölf Jahren vor.

Bereits am Anfang der Nahrungsmittelkette solle die Belastung der Verbraucher durch giftige Stoffe so niedrig wie möglich gehalten werden, erläuterte der SPD-Abgeordnete Arndt Kohn.

Die Vorlage geht nun an den Rat der 28 EU-Staaten. Parlament und Rat entscheiden in der Frage gemeinsam, sie müssen sich also auf einen Kompromiss einigen.