EU-Parlament fordert schärfere Ziele für die Energiewende

dpa-AFX

STRASSBURG (dpa-AFX) - Das EU-Parlament macht Druck beim Energiesparen und beim Einsatz erneuerbarer Energien. Die Abgeordneten sprachen sich am Mittwoch in Straßburg in einer Abstimmung dafür aus, bis 2030 den Energieverbrauch in der EU um 35 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Außerdem fordern sie, den Anteil erneuerbarer Energien am EU-weiten Verbrauch auf 35 Prozent zu heben. Das Parlament steckt damit deutlich ambitioniertere Ziele als die EU-Kommission in ihren ursprünglichen Vorschlägen. Daneben wollen die Parlamentarier Palmöl künftig in Biokraftstoffen verbieten.

Konkret ging es bei der Abstimmung um ein neues EU-Gesetzespaket, das die Energie-Ziele in der Europäischen Union bis 2030 festschreiben soll. Nun beginnen in kleinerem Rahmen Verhandlungen zwischen Parlamentsvertretern und den EU-Mitgliedstaaten über den genauen Gesetzestext.

Die EU-Kommission hatte im November 2016 eine Energie-Einsparung von 30 Prozent und einen Anteil erneuerbarer Energie von 27 Prozent anvisiert. Die bislang gültigen Richtlinien laufen 2020 aus.