EU-Minister beraten Energie-Union

Letztes Treffen des Jahres des EU-Energieministerrats in Brüssel.

Während drinnen über das von der Kommission vorgeschlagene Paket über die Energie-Union beraten wurde, beherrschten Aktivisten die Straße.

Sie befürchten, dass die Minister den Übergang zu einem grünen Energiemodell verlangsamen.

Es gebe in Europa viele Stromkonzerne, die wissen, dass sie an der Umstellung auf erneuerbare Energien nicht vorbei kommen, die aber in Zeiträumen von 30 oder 40 Jahren rechnen.

Und dieses Denken beeinflusse die Minister, sagt eine Sprecherin von Greenpeace.

Ziel der EU ist es, bis 2030 insgesamt 27 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen speisen zu lassen.

Umweltschützer wollten bis zu 45 Prozent.

Für die einzelnen Mitgliedstaaten gibt es indes keine bindenden Ziele.

Während vor allem die osteuropäischen Staaten eher konservative Vorstellungen von der Umsetzung der Energie-Union haben, wollen Deutschland, Frankreich und die nordischen Staaten ein ehrgeizigeres Vorgehen.

Worauf es ankomme, seien Übergangsziele, um das Endziel klar im Auge zu behalten, sagt die französische Umwelt-Staatssekretärin Brune Poirson.

Was die Subventionen angehe, so müsse streng darauf geachtet werden, dass der europäische Steuerzahler indirekt keine Kraftwerke finanziert, die einen hohen CO2-Ausstoß hätten.

Nach dem Rat wird sich ab Januar 2018 das Europäische Parlament mit der Energie-Union beschäftigen.