EU-Kommission will Energiemarkt reformieren

EU-Kommission will Energiemarkt reformieren

Nach Monaten explodierender Energiepreise hat die Präsidentin der Europäischen Kommission eine "Notintervention" angekündigt – der Markt soll in den kommenden Monaten reformiert werden.

Erfreut zeigte sich Spanien von der Ankündigung Von der Leyens, die Südeuropäer setzen sich seit fast einem Jahr für diese Idee ein. Monatelang gab es Widerstand - sowohl aus der Kommission als auch aus Berlin. Die deutsche Abhängigkeit von russischem Gas hat Berlin offener gemacht für eine Reform, da es auf die Solidarität der Nachbarn angewiesen sein könnte. Madrid ist einer von ihnen.

Spanien ist bereit, alle seine Kapazitäten zu nutzen, um den Ländern zu helfen, die im Moment mehr unter der Abhängigkeit von Russland und Putins Erpressung leiden. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in Spanien 30 % der Flüssiggaskapazitäten ganz Europas haben

Spanien hat mit Portugal vor einigen Monaten als europäische Ausnahme einen Preisdeckel durchgesetzt, jetzt wünscht es sich mehr Durchleitungskapazität zu den Nachbarn.

Beim außerordentlichen Treffen der Energieminister nächste Woche wird dies diskutiert werden. es könnte auch eine vorübergehende Deckelung der Energiepreise auf der Tagesordnung stehen. Einige Europaabgeordnete haben andere Vorschläge.

Was wir brauchen, ist eine Art Preiskartell, in dem sich alle europäischen Länder zusammenschließen und gemeinsam Gas auf dem Weltmarkt kaufen. So können wir die Preise senken. Derzeit kaufen alle einzeln und treiben die Preise in die Höhe, weil sie miteinander konkurrieren.

Das Ziel, die Gasreserven zu 80% aufzufüllen, ist fast erreicht. Aber die EU arbeitet weiter gegen die Zeit, bevor der Winter nach Europa kommt.