EU-Kommission erwartet in der Eurozone mehr Wirtschaftswachstum

dpa-AFX

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission rechnet in der Eurozone dank einer guten weltweiten Konjunktur mit einer Fortsetzung des robusten Aufschwungs. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum stärker wachsen als bisher gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2018 in den 19 Ländern, die den Euro als Währung haben, um 2,3 Prozent zulegen, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Im Herbst war die Kommission noch von einem Wachstum von nur 2,1 Prozent ausgegangen.

Für das abgelaufene Jahr 2017 erwartet die Kommission nun sogar einen BIP-Plus von 2,4 Prozent (Herbstgutachten: 2,2 Prozent). 2019 soll sich der positive Trend weitgehend fortsetzen. Dann dürfte die Wirtschaftsleistung laut Prognose um 2,0 Prozent wachsen (Herbstgutachten: 1,9 Prozent).

Der Aufschwung werde unter anderem durch eine bessere Situation am Arbeitsmarkt sowie eine starke Weltwirtschaft und ein brummender Welthandel gestützt, hieß es weiter. Trotz der robusten Entwicklung geht die Kommission aber nur von einem allmählichen Anstieg der Löhne und der Kerninflation aus. Bei der Ermittlung der Kerninflation werden schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel aus der Entwicklung der Verbraucherpreise herausgerechnet.

Risiken für den Aufschwung in Europa sieht die EU-Kommission vor allem durch den ungewissen Ausgangs der Brexit-Verhandlungen. Großbritannien wird die EU voraussichtlich im März 2019 verlassen. Auch geopolitische Konflikte - etwa auf der koreanischen Halbinsel - sowie die Errichtung weltweiter Handelsbarrieren, wie sie etwa US-Präsident Donald Trump propagiert, könnten die Wachstumsaussichten dämpfen.