EU-Kommission wird erstmals CO2-Vorgaben für Lkw machen

Der Druck auf die Autoindustrie steigt. Die EU-Kommission wird am 2. Mai erstmals CO2-Auflagen für Lkw vorschlagen.

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf die Autoindustrie, auf alternative Antriebe umzusteigen, und wird am 2. Mai erstmals CO2-Auflagen für Lkw vorschlagen. „Die Emissionen von Lkw müssen von 2019 bis 2025 um 15 Prozent zurückgehen“, heißt es in Industriekreisen zu den künftigen Limits. Das Ausgangsjahr 2019 entspricht dem Willen der Kommission. Die Hersteller bevorzugen das Jahr 2015. Die Branche bezeichnet die Vorgaben als „sehr ambitioniert“.

Für Pkw hat die EU-Kommission bereits einen Vorschlag vorgelegt, der zwischen 2021 und 2025 einen CO2-Rückgang derselben Größenordnung vorsieht. Die Branche sieht im Bereich Pkw aber deutlich mehr Potenzial für alternative Antriebe. „Die Hybridtechnik rechnet sich nicht für Lkw und der Umstieg auf elektrischen Antrieb wird viel langsamer als bei Pkw stattfinden“, heißt es.

Erschwert wird die Regulierung von Lkw, weil es keinen Test-Zyklus gibt wie bei Pkw, und weil offizielle Angaben zu Verbrauch und Ausstoß der Fahrzeuge fehlen. Die EU-Kommission arbeitet mit einem Simulationsmodell, bei dem die Hersteller eingebunden sind. Weil für Speziallaster und Busse bisher nicht ausreichend Daten vorliegen, wird die Kommission in einem ersten Schritt nur für 70 Prozent des Schwerverkehrs CO2-Limits vorschlagen. Auflagen für Busse etwa sollen zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden.

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