EU-Kommission besorgt wegen Bitcoins - Regulierer sollen Warnungen aktualisieren

dpa-AFX

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission beobachtet die Turbulenzen rund um den Bitcoin und andere Digitalwährungen zunehmend mit Sorge und fordert die Regulierer zu eindringlicheren Warnungen auf. Man habe den Bitcoin in den vergangenen Wochen mit großer Aufmerksamkeit im Blick gehabt, sagte Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. Er habe europäische Regulierungsbehörden angeschrieben und sie gebeten, angesichts der jüngsten Marktentwicklungen als Notfallmaßnahme ihre jüngsten Warnungen zu aktualisieren.

Die Kurskapriolen beim Bitcoin halten derzeit die Anleger weiter in Atem. In der Nacht zum Mittwoch brach die Kryptowährung um mehrere Tausend Dollar ein, nachdem sie am Wochenende noch auf die Marke von 20 000 Dollar zugesteuert war. Zuletzt erholte sich der Wert wieder etwas.

Für Unsicherheit sorgte nun, dass der überraschend von der wichtigen Handelsplattform Coinbase bekannt gegebene Handel mit Bitcoin Cash, einer Abspaltung des Bitcoin, schon kurz nach dem Start wieder eingestellt werden musste. Coinbase untersucht nun nach eigenen Angaben einen möglichen Insiderhandel. Unterdessen ist die südkoreanische Handelsplattform "Youbit" Opfer eines Hackerangfriffs geworden und muss nach eigenen Angaben die Zahlungsunfähigkeit erklären.

Es gebe klare Risiken für Investoren und Konsumenten etwa im Zusammenhang mit Kursschwankungen, Sicherheitsproblemen und Manipulationen, sagte Dombrovskis. "Anleger sollten sich klarmachen, dass der Wert jederzeit einbrechen kann."