EU-Japan-Abkommen: Tokio akzeptiert Schutzklausel für Autohersteller

dpa-AFX

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Das zwischen der EU und Japan geplante Freihandelsabkommen wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur lange Übergangsfristen zum Schutz sensibler Wirtschaftsbereiche enthalten. Japan hat demnach in den Verhandlungen akzeptiert, dass der aktuell zehn Prozent betragende europäische Zoll auf japanische Autos erst sieben Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens komplett abgebaut wird.

Die Regierung in Tokio handelte dafür unter anderem Schutzklauseln für die japanischen Bauern aus. Den Angaben aus EU-Kreisen zufolge werden die Japaner 15 Jahre Zeit haben, ihre Zölle im Bereich der Landwirtschaft von 38,5 auf 9 Prozent zu senken.

In Brüssel zeigte man sich dennoch zufrieden. Bei Rind- und Schweinefleisch sowie Käseprodukten habe Japan weitreichende Zugeständnisse gemacht, hieß es. Lediglich auf Reisimporte sollen weiter hohe Zölle fällig werden.

Eine Grundsatzvereinbarung zum geplanten Freihandelsabkommen soll an diesem Donnerstag bei einem EU-Japan-Gipfel in Brüssel präsentiert werden. EU-Diplomaten betonen allerdings, dass einige Punkte weiter offen seien. Dazu gehört auch die Frage, vor welchen Gerichten Streitigkeiten zwischen Unternehmen und Staaten geklärt werden sollen.