EU hat seit Januar Export von 100 Millionen Dosen Impfstoff nach Japan genehmigt

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Impfzentrum in Japan

Die EU hat trotz eigener Engpässe in den vergangenen Monaten den Export von mehr als 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff nach Japan genehmigt. Damit könnten rechnerisch rund 40 Prozent der japanischen Bevölkerung geimpft werden, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag. Die Exportgenehmigungen seien auch "ein starkes Zeichen", dass die EU "die Vorbereitung der Olympischen Spiele unterstützt".

Von der Leyen konnte nicht sagen, wie viele der 100 Millionen Impfdosen schon exportiert worden sind. Die EU habe keine Informationen über die Lieferzeitpläne der Pharmaunternehmen, sagte sie nach einem per Video abgehaltenen EU-Japan-Gipfel.

Eine Kommissionssprecherin präzisierte auf AFP-Anfrage, dass sich die Zahl der gut 100 Millionen Dosen auf die Zeit seit der Einführung der Exportkontrolle durch die EU Ende Januar beziehe. "Für die Lieferungen sind die Pharmafirmen zuständig", sagte sie. Üblicherweise erfolgten diese nach der Exportgenehmigung aber "einige wenige Wochen später".

In Japan sind bislang nur zwei Prozent der 125 Millionen Einwohner vollständig geimpft. Zuletzt wurde in dem asiatischen Land die Kritik an der langsamen Impfkampagne lauter - auch da bereits in zwei Monaten die Olympischen Somerspiele in Tokio beginnen sollen. Sie finden vom 23. Juli bis 8. August statt.

mt/mid