EU-Gipfel: EU-Staaten erreichen Durchbruch im Migrationsstreit

Nach stundenlangem Ringen beim EU-Gipfel in Brüssel haben sich die EU-Staats- und Regierungschefs unter anderem auf die Einrichtung von Aufnahmezentren für Bootsflüchtlinge in der EU geeinigt. Diese sollen auf dem Boden der Länder entstehen, die sich freiwillig dazu bereit erklären. Danach sollen die dort aufgenommenen Flüchtlinge auf freiwilliger Basis in andere EU-Länder verteilt werden. Nach welchen Kriterien diese Verteilung erfolgen soll, ist unklar.

"Es ist eine gute Botschaft, dass wir einen gemeinsamen Text verabschiedet haben" , sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Man habe "fünf der Richtlinien mehr oder weniger vereinbart, zwei fehlen noch für eine gemeinsames europäisches Asylsystem." Sie zeigte sich optimistisch, dass man einen guten Rahmen für die Zukunft geschaffen habe.

Auch für die Länder im Norden Afrikas sind mehr Sammellager geplant. Damit soll die illegale Einwanderung in die EU über das Mittelmeer eingedämmt werden. Man wolle den afrikanischen Trustfund finanziell besser ausstatten, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.