EU-Gipfel: Ein Ruck geht durch Europa – EU-Staaten zeigen Einigkeit

Die Gemeinschaft will strittige Themen Schritt für Schritt abarbeiten.

Es ist, als ginge gerade ein Ruck durch Europa: Der Aufstieg der Rechtspopulisten ist vielerorts bis auf weiteres gestoppt. In Frankreich ist ein leidenschaftlicher Pro-Europäer zum Präsidenten gewählt worden, der Brexit und das bizarre Wirken Donald Trumps schweißen die verbleibenden Mitglieder der Union zusammen.

Plötzlich wird über große Reformen nachgedacht, die vor einem halben Jahr noch undenkbar schienen. Umfragen zeigen, dass das Ansehen der EU in der Bevölkerung so groß ist wie schon lange nicht mehr. In allen Länder wächst die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit sinkt.

In dieser Atmosphäre des Aufbruchs kamen am späten Donnerstag in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft zu ihrem letzten Gipfel vor der Sommerpause zusammen. „Ich habe noch nie so ein starkes Gefühl gehabt, dass die Dinge sich in eine bessere Richtung entwickeln. Aber wir dürfen nicht selbstgefällig sein“, meinte EU-Ratspräsident Donald Tusk. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach der ersten Gesprächsrunde: „Heute hat der Optimismus überwogen.“

EU-Staaten wollen Projekte binnen drei Monate benennen

Der französische Staatschef Emmanuel Macron absolvierte seinen ersten Brüsseler Gipfel – und betonte am Abend mehrfach, es gehe mehr als je zuvor darum, ein Europa zu schaffen, „das seine Bürger schützt“. Der österreichische Kanzler Christian Kern sagte, dass plötzlich wieder Themen in Europa vorankämen, bei denen es lange keine Bewegung gab. „Und das Symbol dafür ist natürlich der neue französische Präsident...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung