EU: Bis Ende der Woche 200 Millionen Dosen verimpft

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Menschen warten in einer Schlange vor dem Warschauer Rathaus auf ihre Impfung.
Menschen warten in einer Schlange vor dem Warschauer Rathaus auf ihre Impfung.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zuversichtlich, dass die Impfkampagne in der EU in dieser Woche eine symbolische Marke erreicht. Bald könne es zudem für weitere Bürger ein Angebot geben.

Berlin (dpa) - In der Europäischen Union werden nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bis Ende der Woche insgesamt rund 200 Millionen Dosen Corona-Impfstoff verabreicht worden sein.

Im Juli könnten voraussichtlich 70 Prozent der Erwachsenen in der EU ihre erste Impfung erhalten haben, wenn sie das Angebot annähmen, sagte von der Leyen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer teils online organisierten CDU-Vorstandssitzung, zu der sie dazu geschaltet war. Insgesamt habe die EU 250 Millionen Impfdosen erhalten.

Noch im Mai erwarte sie die vom Impfstoffproduzenten Biontech/Pfizer beantragte Zulassung des Vakzins für die Altersgruppe ab 12 Jahren durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA, sagte von der Leyen demnach weiter. Bislang gibt es in der EU für das Präparat von Biontech/Pfizer eine Zulassung erst ab 16, für jüngere Minderjährige gibt es noch keinen Covid-19-Impfstoff.

Man müsse auch auf andere Regionen der Welt schauen, betonte die EU-Kommissionspräsidentin demnach weiter. Bisher habe die EU als einzige demokratische Region der Welt auch in die Welt exportiert - 240 Millionen Impfdosen. Fast die Hälfte davon sei beispielsweise nach Kanada, Afrika, den Westbalkan, Japan und Großbritannien gegangen. Weder Großbritannien noch die USA hätten bisher Dosen exportiert, kritisierte von der Leyen. Auch mit deutscher Unterstützung werde nun versucht, in Afrika eigene Produktionsstätten aufzubauen. Corona habe negative Auswirkungen auf die Wirtschaft der EU gehabt. Hier werde man nun ansetzen und unterstützen.