EU: Ende von Odessa-Blockade ist erster Schritt gegen Ernährungskrise

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wiederaufnahme von Getreideexporten über den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa ist nach Einschätzung der EU ein erster Schritt zur Linderung der durch Russlands Krieg ausgelösten Welternährungskrise. Man erwarte nun, dass das Abkommen vollständig umgesetzt werde und ukrainische Exporte an die Kunden in aller Welt wieder aufgenommen würden, sagte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Montag in Brüssel. Dies sei notwendig, weil die negativen Folgen der Aggression Russlands gegen die Ukraine und der Blockade ukrainischer Häfen die schwächsten Menschen in Afrika, Asien und im Nahen Osten träfen.

Russland habe nicht nur ukrainische Häfen blockiert, sondern auch Felder vermint oder zerstört, Silos kaputt gemacht und Getreide verbrannt.

Die Ukraine und Russland hatten am 22. Juli unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei Häfen wieder Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Ein erstes Schiff verließ am Montagmorgen den Hafen von Odessa. Es hat nach offiziellen Angaben rund 26 000 Tonnen Mais geladen und soll über das Schwarze Meer in Richtung Libanon fahren. Getreideexporte unter anderem über Odessa waren wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zuletzt monatelang blockiert gewesen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.