EU-Botschafter verlässt Moskau

In der Giftanschlagsaffäre zwischen Russland und Großbritannien zeigt sich nun die Europäische Union mit London solidarisch. Während Russland 23 britische Diplomaten des Landes verweist wurde im Gegenzug der EU-Botschafter zurück nach Brüssel beordert.

Premierministerin Theresa May freut sich über den verschärften Ton gegenüber Russland: "Ich begrüße es, dass der EU-Rat gestern Abend der Einschätzung der britischen Regierung zugestimmt hat, und zwar dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Russland für den versuchten Mord auf den Straßen von Salisbury verantwortlich ist und dass es keine plausible alternative Erklärung gibt."

Tschechien erwägt Ausweisung russischer Diplomaten

In einem einstimmigen Beschluss hatten die europäischen Regierungschefs den aus Deutschland stammenden EU-Botschafter Markus Ederer aus Moskau abberufen. Zudem erwägt nun Tschechien die Ausweisung russischer Diplomaten aus Prag.

Der Kreml gibt weiterhin an, nichts mit dem Giftanschlag auf den Doppelagenten Skripal zu tun zu haben. Großbritannien setze die anderen EU-Staaten unnötig unter Druck. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde bei der Vergiftung von Skripal und seiner Tochter eine Substanz aus der früheren Sowjetunion verwendet.