EU beschließt stärkeren Schutz vor krebserregenden Chemikalien

Bilder einer Brustkrebs-Mammographie

Für den Einsatz krebserregender Stoffe am Arbeitsplatz gelten künftig strengere Regeln. Nach jahrelangen Verhandlungen einigten sich die EU-Institutionen auf neue Grenzwerte für 13 Stoffe wie Quarzfeinstaub, wie die Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Den Vorschlag hatte die Kommission im Mai 2016 gemacht, die EU arbeitet aber bereits seit 2009 an einer Neuauflage der entsprechenden Richtlinie.

Weiter verhandelt wird noch über weitere sieben Grenzwerte, die die Kommission im Januar vorgeschlagen hatte. Die EU-Behörde hofft, dass auch dieser Vorschlag schnell angenommen wird. Mit den beiden geplanten Änderungen könnten nach Angaben der Kommission in den nächsten 50 Jahren mehr als 100.000 Todesfälle von Arbeitnehmern verhindern werden. Anfang 2018 sollen weitere Verschärfungen von Grenzwerten chemischer Stoffe folgen.

Die EU hatte vor 25 Jahren begonnen, den Schutz für Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu erhöhen. Allein seit 2008 ist die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle nach Angaben der Behörde um ein Viertel zurückgegangen. Jährlich sterben etwa 160.000 Menschen in der EU an arbeitsbedingten Krankheiten, Krebs gilt dabei als häufigste Todesursache.