Etikettenschwindel? - Streit vor Gericht: Kein Bock im Bierlikör? Kein Geld!

John Schneider

Ein Händler beklagt Etikettenschwindel und bezahlt seinen Zulieferer nicht. Doch vor Gericht hat er schlechte Karten.

Getränkehändler Dennis S. wollte Bockbier in seinem "Original Bayerischen Bierlikör", im Schnaps "Kloster Beuerberger Naturkraft" sollte der Kunde laut Etikett Löwenzahn und Honig herausschmecken können. Das geht aber schlecht, wenn weder Löwenzahn noch Honig drin sind. Eine Analyse des Gebräus ergab, dass lediglich Aromen und Zucker reingemischt wurden. Alle vier Produkte seien mangelhaft, so der Vorwurf.

Der Händler aus dem Raum Rosenheim fühlte sich von seinem Zulieferer betrogen und zahlte die Rechnungen nicht mehr. Immerhin 46.000 Euro. Die Schnapsbrennerei klagte daraufhin. Und gewann die erste Runde vor dem Landgericht Traunstein.

Die Richter fanden, dass die Klage auf Zahlung des Kaufpreises begründet ist, die Produkte überwiegend nicht mangelhaft seien. Beim Bierlikör und beim der Naturkraft gäbe es laut Analyse zwar Mängel, aber der Händler hätte dann einfach die Ware zurückgeben müssen, wenn er das nicht akzeptieren wollte.
Den ganzen Artikel lesen Sie hier