Ethik-Debatte über Künstliche Intelligenz in neuer Bourdain-Doku

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Einen Toten seine eigene Geschichte erzählen zu lassen - das ist mit Künstlicher Intelligenz (KI) möglich. Eine neue Dokumentation über den vor drei Jahren gestorbenen Starkoch und Moderator Anthony Bourdain sorgt in den USA nun für Diskussionen über die ethischen Grenzen technischer Möglichkeiten.

Anthony Bourdain 2017 in New York City.  (Bild: Slaven Vlasic/Getty Images)
Anthony Bourdain 2017 in New York City. (Bild: Slaven Vlasic/Getty Images)

In dem am Freitag veröffentlichten Film "Roadrunner" erweckt der Oscar-prämierte Regisseur Morgan Neville die Stimme von Bourdain, der 2018 Selbstmord begangen hatte, zum Leben. Berichten zufolge benutzte er dafür überwiegend Ausschnitte früherer Interviews und Podcasts. "Aber da waren drei Zitate, von denen ich seine Stimme haben wollte, von denen es keine Aufnahmen gab", erklärte Neville dem Magazin "New Yorker".

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Deswegen habe er eine Firma für Künstliche Intelligenz damit beauftragt, die Stimme Bourdains nachzuahmen. Das ist technisch mittlerweile so gut möglich, dass der Unterschied kaum oder gar nicht erkennbar ist. Entsprechende Fotos, Videos oder Audios werden auch Deepfakes genannt.

"Eine besondere Art von Hölle"

"Wenn Sie sich den Film ansehen, wissen Sie außer der von Ihnen erwähnten Zeile wahrscheinlich nicht, welche anderen Zeilen von der Künstlichen Intelligenz gesprochen wurden, und Sie werden es nicht wissen", sagte Neville weiter. 

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Auf Twitter äußerten sich bereits eine Reihe von Nutzern dazu, dass ihnen der Einsatz der Technik zu weit gehe: "Der Gedanke, dass jemand meine nicht autorisierten Briefe deepfaked, um seiner eigenen Erzählung von meiner Person zu dienen, ist für mich wirklich eine besondere Art von Hölle", schrieb etwa die Schriftstellerin Arabelle Sicardi.

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Der Einsatz von Deepfakes oder ähnlichen Methoden ist nicht ganz neu: Für fiktionale Filme wurden bereits mehrere tote Charaktere digital wiederbelebt. Für mediales Aufsehen sorgen auch immer wieder Hologramme wie die von Tupac Shakur oder Whitney Houston, deren digitale Abbilder in den vergangenen Jahren vor Fans aufgetreten waren.

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