ETFs sind dummes Geld? Ganz ehrlich: Es kann dir egal sein

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Reichtum und Geldregen

Sind in ETFs investierte Euronen dummes Geld? Erneut ist in diesen Tagen ein Artikel erschienen, der das kritisch hinterfragt. Zugegebenermaßen gibt es ein paar Gründe, die dafürsprechen könnten. Im Endeffekt ist das Geld auf Autopilot unterwegs. Zudem sind es große Mengen von automatisiert investiertem Geld, die ganze Märkte in Wallungen versetzen können. Im letzten Crash haben wir das gespürt.

Es gibt auch andere Gründe, warum in ETFs investiertes Geld gerade jetzt dummes Geld sein könnte. So verhindert das in kostengünstige Indexfonds geparkte Volumen womöglich die Übernahme der Deutsche Wohnen durch die Vonovia. Ob sich hier eine Schattenseite ableiten lässt? Zumindest für das Übernahmeziel und den Käufer, dem damit Steine in den Weg gelegt werden.

Grundsätzlich kann es dir jedoch egal sein, ob das Geld, das in kostengünstigen Indexfonds investiert ist, diese Eigenschaften besitzt. Eine gewisse Prise Egoismus und die Ziele, die du verfolgst, können dir das sehr eindrucksvoll zeigen.

ETFs: Dummes Geld? Dir hoffentlich egal

Trotz aller Kritik an ETFs, die dummes Geld ohne aktiven Verwalter darstellen, können wir eines jedenfalls festhalten: Gerade kostengünstige Indexfonds sind ein solider Weg, um Rendite einzufahren. Im Endeffekt ist genau dieser Weg eine solide Option, um mit wenig Gebühren und vor allem wenig Aufwand eine marktübliche Rendite einzufahren.

Ganz ehrlich: Was kümmert es dich und mich, wenn der ETF, in den du investierst, Geld bindet. Oder ein hohes Volumen, das börsennotiert ist. Im Endeffekt ist es häufig nicht das Ziel von passiven Investoren, etwas zu bewirken. Oder ihre Stimmrechte auszuüben. Nein, sondern langfristig orientiert mit Blick auf eine solide Performance der Märkte eine Rendite zu erhalten. Der Kompromiss ist und bleibt absolut stark und bestechend. Die Kritik kann und sollte dich daher nicht kümmern.

Allerdings gibt es eine Eigenschaft bei dummem Geld und ETFs, die du selbst tunlich meiden solltest. Ansonsten kannst du persönlich dafür sorgen, dass deine Investition für dich keine guten Ergebnisse einfährt. In volatilen Phasen solltest du es nämlich vermeiden, deine Fondsanteile zu verkaufen und dem Fluchtreflex des Marktes zu folgen. Gibst du diesem emotionalen Trieb nach, könnte das verheerende Ergebnisse auch für deine persönlichen Finanzen besitzen.

Wenn du allerdings einen klassischen Buy-and-Hold-Ansatz verfolgst, kann dir der Rest egal sein. Es geht um deine Rendite. Sowie langfristig orientiert darum, dass du einen soliden, günstigen, renditestarken und langfristig ausgelegten Kompromiss kaufst, der dein Vermögen aufbaut. Ob ETFs insofern dummes Geld sind? Nicht deine Baustelle.

Schau ruhig ein wenig auf dich!

ETFs sind dummes Geld und ohne Zweifel: Wir werden diese Kritik vermutlich noch des Öfteren lesen. Allerdings darfst du es dir leisten, diese Meinung getrost zu ignorieren. Wenn du über viele Jahre, besser Jahrzehnte, deinem Ansatz folgst, kannst du damit ein Vermögen aufbauen. Das ist das Wichtigste für dich.

Der Artikel ETFs sind dummes Geld? Ganz ehrlich: Es kann dir egal sein ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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