ETF & die Rendite: 3 entscheidende Dinge, die ich inzwischen gelernt habe!

Glühbirne, die für eine spannende Idee steht
Glühbirne, die für eine spannende Idee steht

ETF und die Rendite: Na klar, es gibt doch die marktüblichen 7 bis 9 % pro Jahr über längere Zeiträume. Oder nicht? Ja, daran ist gewiss nichts falsch. Allerdings ist ein erstes Merkmal, das man lernen muss: Es handelt sich dabei nicht um einen Wert, mit dem man kalkulieren sollte.

Der breite Markt oder ein Indexfonds wirft nicht zwischen 7 und 9 % pro Jahr in jedem einzelnen Jahr ab. Nein, sondern es sind grobe Durchschnittswerte, die von der Realität sehr weit abweichen. Mal gibt es Jahre mit einem starken Verlust, dann wiederum eine Rallye. Und dazwischen eine Menge Performances, die sich um verschiedene Prozentwerte rankt.

Entscheidend ist daher, dass ein ETF kurzfristig orientiert eine unsichere Rendite mitbringt, die Werte sich aber langfristig den Durchschnittswerten annähern. Aber das ist nur ein Merkmal, das ich gelernt habe. Hier sind weitere.

ETF und Sparplan: Rendite am Anfang des Öfteren in der Verlustzone!

Eine erste wichtige Erkenntnis, die einen ETF und die Rendite betrifft, zielt auf meine Anfangszeit ab. Vermutlich jedoch auch auf die von vielen passiven Investoren. Wir alle hoffen auf moderate, positive Performances. Und vielleicht erhalten wir sie auch. Aber es gibt andere Phasen, die mich am Anfang zumindest an den passiven Investments zweifeln ließen.

Gerade bei einem Sparplan kauft man zu verschiedenen Kursen. Steigen die Aktienmärkte zunächst, so verteuert man konsequent seinen Kaufkurs. In der nächsten volatilen Phase heißt es dann plötzlich: Buchverluste sind da, das passive Depot rutscht sogar so manches Mal in die Verlustzone. Autschzeit. Bei mir ist das sogar teilweise noch drei, vier Jahre nach meinem Start und im Corona-Crash der Fall gewesen.

Das zeigt: Die Rendite bei einem ETF ist zunächst sehr volatil. Es gibt ein Auf und Ab in der Anfangszeit. In besonders volatilen Phasen kann es sogar passieren, dass man nach Jahren noch einmal Buchverluste aussitzen muss. Für mich ist das eine relevante Erfahrung, die ich gerne mit dir teilen möchte. Das heißt nicht, dass der Ansatz nicht funktioniert. Wohl aber, dass es immer mal psychologische Herausforderungen auf dem Weg zu einer marktüblichen Rendite gibt.

Mit der Zeit kommt die stabilere Performance

Allerdings ist Zeit der entscheidende Faktor. Bei einem ETF gilt das, wie bei einzelnen Aktien auch. Performance, Zins und Zinseszinseffekt führen irgendwann dazu, dass man eine solide Rendite eingefahren hat. Eine, die selbst eine Korrektur oder ein Crash nicht mehr in die Verlustzone führen können.

Um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass ich dieses Stadium bereits erreicht habe. Kurzfristige Buchverluste sehe ich auch jetzt noch als Möglichkeit an. Aber wenn die Aktienmärkte das nächste Jahrzehnt zum Beispiel sehr solide performen, so glaube ich: Ich habe eine Rendite eingefahren, die mich nicht mehr in die Verlustzone abrutschen lässt.

Die Rendite bei einem ETF ist etwas tricky. Wir gehen häufig von Durchschnittswerten aus. Aber die Realität ist häufig eine ganz andere. Ich hoffe, meine Erfahrungswerte können dir helfen, besser zu planen und zu kalkulieren. Oder vorbereitet zu sein für den Fall, dass solche Erkenntnisse plötzlich relevant sind.

Der Artikel ETF & die Rendite: 3 entscheidende Dinge, die ich inzwischen gelernt habe! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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