Vom ETF-Investor zum Stock-Picker: 3 Zeichen, dass du bereit bist

·Lesedauer: 3 Min.
Aktien

Bist du ein ETF-Investor, möchtest jedoch vielleicht ein Stock-Picker werden? Dann lass uns vorab eine wichtige Sache thematisieren. Natürlich kann es sich dabei um einen normalen Prozess handeln. Allerdings ist es nicht unklug, bei kostengünstigen Indexfonds zu bleiben. Nicht jeder Investor muss einzelne Aktien auswählen, um herausragende Resultate beim Vermögensaufbau zu erzielen.

Vielleicht verspürst du trotzdem, dass du bereit bist, vom ETF-Investor zum Stock-Picker zu werden. Die folgenden drei Faktoren könnten dir vielleicht zeigen: Ja, es ist sogar ein bisschen überfällig.

Vom ETF-Investor zum Stock-Picker: Du analysierst bereits

Wenn du als ETF-Investor bereits anfängst, einige Dinge zu analysieren, könnte es sein, dass der Schritt zum Stock-Picker naheliegend ist. Vielleicht überdenkst du schon seit einiger Zeit deinen Ansatz. Versuchst möglicherweise, deine Rendite zu maximieren, indem du auf Spezialisierungen setzt. Oder aber bist dabei, herauszufinden, was dich an einem marktbreiten Kompromiss stört. Beispielsweise einzelne Aktien, die du lieber weglassen würdest.

Treffen diese Faktoren auf dich zu? Dann könnte es sein, dass du als ETF-Investor vielleicht lieber einzelne Aktien auswählen solltest. Als Stock-Picker hast du selbst Entscheidungsmöglichkeiten. Vor allem mit Blick auf die Zusammensetzung deines Depots, deiner Chance- und Risiko-Ausrichtung. Und auch, was die Allokation betrifft.

Doch bedenke: Wenn du vom ETF-Investor zum Stock-Picker übergehst, kann das auch das Risiko einer Underperformance bedeuten. Mehr Aufwand bedeutet es in jedem Fall. Aber wenn du sowieso dabei bist, deinen passiven Ansatz zu hinterfragen, könnte es sinnvoll sein, einen nächsten Schritt zu wagen.

Die Rendite reicht dir vielleicht nicht mehr

Ein weiterer Grund, warum du vom ETF-Investor zum Stock-Picker werden könntest, hängt mit der Rendite zusammen. Doch auch hier vorab eine wichtige Erkenntnis: Nicht jeder Investor, der einzelne Aktien auswählt, schlägt zwangsläufig den Markt. Nein, gerade das ist unmöglich, da die marktübliche Rendite die Summe aller Investitionsentscheidungen darstellt.

Trotzdem kann es möglich sein, dass dir die Rendite, die dir kostengünstige Indexfonds ermöglichen, einfach nicht reicht. Beispielsweise, wenn du einen vorzeitigen Ruhestand oder die finanzielle Freiheit erreichen möchtest. Dann könnten beispielsweise trendstarke Wachstumsaktien eine bessere Wahl sein.

Vom ETF-Investor zum Stock-Picker: Du willst es!

Ein letzter Grund, warum du vom ETF-Investor zum Stock-Picker übergehen könntest, ist recht einfach: Du möchtest es. Auch wenn du dich bereits mit einzelnen Aktien beschäftigst, ihre Chancen und Risiken bewertest, so ist das ein klarer Indikator. Und zwar sogar ein ziemlich guter!

Es zeigt, dass du bereit bist, als Stock-Picker den Aufwand der Analyse zu betreiben. Möglicherweise sogar Spaß daran hast, Aktien und Unternehmen zu analysieren und dir der Mehraufwand im Vergleich zu einem passiven Ansatz nichts ausmacht. Trifft das auf dich zu? Auch dann könnte es ein naheliegender Schritt sein, zumindest zu überlegen, den ETF-Investor hinter dir zu lassen.

Trotzdem noch einmal der Hinweis: Alles kann und nichts muss ist hier die Devise. Viele Investoren können auch glücklich sein, wenn sie ihrem passiven Ansatz bis in alle Ewigkeit die Treue halten.

Der Artikel Vom ETF-Investor zum Stock-Picker: 3 Zeichen, dass du bereit bist ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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