Es wollen wieder mehr Flüchtlinge nach Europa

Es gibt wieder mehr Flüchtlinge, die nach Europa wollen.

"Wir haben einen bestimmten Kontrollbereich in der Nacht, wir müssen hier bleiben. Mithilfe unserer Ausrüstung können wir die Grenze überwachen", so der Kapitän Carlos Casimiro. 

Das Boot der Grenzschutzagentur Frontex patrouilliert vor der griechischen Insel Lesbos. Nach Angaben des UNHCR liegt die Zahl der Flüchtlinge nun um ein Drittel über dem Vorjahr: Im ersten Quartal dieses Jahres kamen mehr als 7900 Migranten über die östliche Mittelmeerroute in die EU - 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2017.

Viele von ihnen werden auf der griechischen Insel registriert. So wie Sara Rezai aus Afghanistan:

"Es ist nicht wichtig, in welches Land wir kommen. Ich will nur irgendwo hin, wo wir frei leben können."

Der Grund für die steigenden Flüchtlingszahlen sind die vielen schwer zu überblickenden Überfahrten durch Schleuser im östlichen Mittelmeer. 

Ausgewählte Fakten

Laut der UNO-Flüchtlingshilfe war die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, noch nie so hoch wie heute: Ende 2016 waren weltweit 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde.

Im Schnitt wird alle drei Sekunden jemand auf der Welt zur Flucht gezwungen.

Einer von 113 Menschen weltweit ist von Flucht und Vertreibung betroffen.

50 Prozent der Flüchtlinge weltweit sind Kinder.

2016 stellten 75.000 unbegleitet Flüchtlingskinder Asylanträge.

2016 konnten rund eine halbe Million Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren.