"Es war furchtbar" - Opfer von Brüsseler Anschlägen erinnern sich

Das ist Philippe Vandenberghe. Ein Computerspezialist am Flughafen Brüssel.

Vor zwei Jahren überlebte er nicht nur den Anschlag, sondern half vielen verletzten Opfern.

Damit war er so beschäftigt, dass er das Grauen um ihn herum vergaß.

32 Menschen wurden bei den Anschlägen auf den Flughafen und auf eine U-Bahn-Station im Europaviertel getötet.

Eine Frau starb in Philipes Armen, als er dabei war, ihr zu helfen. "Es war unmöglich, sie zu retten. Ich versuchte alles, aber sie hatte kein Blut mehr... es war furchtbar."

"Für die Überlebenden der Anschläge, ist der Schmerz noch spürbar", sagt unser Reporter Damon Embling.

Doch der Schmerz mischt sich mit Wut und Frust.

Zwei Jahren danach gibt es immer noch Kritik an den belgischen Behörden, sie hätten die Opfer allein gelassen.

Myriam Gueuning, bei dem Anschlag verletzt, setzt sich in einem Opferverein für schnellere unbürokratische Hilfe ein.

"Man fühlt sich verlassen, und wenn man sein Leben wieder aufnehmen will, muss man als Opfer anerkannt werden", sagt sie. "Wir vertreten 200 Opfer und sind zuversichtlich, diese Anerkennung zu bekommen."

Die belgische Regierung räumte Fehler ein. Aber aus Fehlern werde gelernt.