Erzwungene Landung: Britischer Minister glaubt an Duldung Moskaus

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LONDON (dpa-AFX) - Der britische Außenminister Dominic Raab hält es für gut möglich, dass Russland in die erzwungene Landung einer Passagiermaschine in Belarus verwickelt war. "Es ist schwer zu glauben, dass so etwas stattgefunden haben könnte ohne zumindest die Duldung der Behörden in Moskau", sagte Raab am Montag im Parlament. Er betonte jedoch, dass es dazu noch keine Klarheit gebe. Später fügte er hinzu, die Annahme basiere ausschließlich auf der engen Beziehung zwischen Belarus und Russland.

Behörden der Republik Belarus hatten am Sonntag ein Ryanair-Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren auf dem Weg von Athen nach Vilnius zur Landung gebracht - angeblich wegen einer Bombendrohung. Dabei stieg auch ein Kampfjet vom Typ MiG-29 auf, wie das Militär in Minsk bestätigte. Am Flughafen wurde dann der von Machthaber Alexander Lukaschenko international gesuchte Blogger Roman Protassewitsch festgenommen, wie das belarussische Innenministerium am Montagabend bestätigte. Die EU verurteilte das Vorgehen geschlossen und forderte Protassewitschs Freilassung.

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