Erziehung: Berlins Senat steht zur Beitragsfreiheit für Eltern

Die Berliner Kitas brauchen 2000 zusätzliche Erzieher bis zum Jahr 2020. Die Kitaträger fordern eine bessere Vergütung für Fachkräfte.

ahrelang lag Berlin beim Gruppenschlüssel für die Kinder unter drei Jahren weit hinter dem Bundesdurchschnitt – so auch in der jüngsten Studie der Bertelsmann Stiftung. Nun werden schrittweise die Gruppengrößen in Berlin rechnerisch um 1,5 Kinder pro Erzieher verkleinert (siehe Grafik oben). Für die beschlossenen Verbesserungen sind bis zum Kitajahr 2019/20 mehr als 2000 zusätzliche Erzieher nötig.

"Richtig ist, dass eine Verbesserung auf Grund des Fachkräftemangels nur schrittweise möglich ist. Aber auch nach vollständiger Umsetzung im Jahr 2019 wird Berlin das Bundesniveau hier noch nicht erreicht haben", sagte Roland Kern vom Dachverband der Kinder- und Schülerläden der Berliner Morgenpost. Damit die notwendigen zusätzlichen Erzieherinnen und Erzieher gewonnen und im Beruf gehalten werden können, seien weitere Verbesserungen von Arbeitsbedingungen und Vergütung notwendig.

"Zur Deckung des Fachkräftebedarfs müssen zeitlich befristete Kompromisse eingegangen werden"

Derzeit bescheinigt die Studie der Bertelsmann Stiftung Berlin noch ein vergleichsweise hohes Niveau an qualifizierten Fachkräften in den Kitas. Insgesamt verfügten 2016 von den gut 27.200 pädagogischen Mitarbeitern in den Kitas und Horten 79 Prozent über einen Fachschulabschluss als Erzieherin. Dies ist zwar unter allen ostdeutschen Bundesländern der niedrigste Anteil, liegt jedoch immer noch deutlich über dem westdeutschen Anteil von 67 Prozent.

Nur ein Prozent des pädagogischen Personals an Kitas hatte in Berlin e...

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