Erstmals Geldstrafe in Dänemark wegen Nikab-Tragens verhängt

Zwei Tage nach Inkrafttreten eines Verbots von Ganzkörper-Verschleierungen in der Öffentlichkeit in Dänemark ist erstmals eine Geldstrafe gegen eine verschleierte Frau verhängt worden

Zwei Tage nach Inkrafttreten eines Verbots von Ganzkörper-Verschleierungen in der Öffentlichkeit in Dänemark ist erstmals eine Geldstrafe gegen eine verschleierte Frau verhängt worden. Nach Polizeiangaben war die 28-Jährige am Freitag in einem Einkaufszentrum in Horsholm im Nordosten des Landes in ein Handgemenge mit einer anderen Frau verwickelt, die ihr den Nikab herunterreißen wollte.

Beim Eintreffen der Polizei trug sie ihren Nikab wieder. Sie sei daher informiert worden, dass ihr ein Bußgeldbescheid über 1000 Kronen (134 Euro) zugestellt werde, sagte ein Polizeisprecher der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau. Zudem sei sie aufgefordert worden, entweder ihren Ganzkörperschleier abzulegen oder den öffentlichen Raum zu verlassen. "Sie entschied sich für Letzteres", sagte der Sprecher.

Seit Mittwoch ist es in Dänemark verboten, in der Öffentlichkeit eine Burka, die Gesicht und Körper bedeckt, oder einen Nikab, der nur die Augen freilässt, zu tragen. Auf Verstöße steht eine Geldbuße von 1000 Kronen, Wiederholungstäterinnen droht sogar eine Stafe von bis zu 10.000 Kronen. Vom Vermummungsverbot betroffen sind auch Masken, Sturmhauben und sogar falsche Bärte.