Erstes Hilfsflugzeug seit drei Wochen in Jemens Hauptstadt gelandet

Unterernährtes Kind in Klinik in Sanaa

Erstmals seit drei Wochen ist in Jemens Hauptstadt Sanaa wieder ein Flugzeug der Vereinten Nationen mit Hilfslieferungen an Bord gelandet. Auch drei weitere Maschinen mit UN-Helfern und Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz trafen am Samstag in Sanaa ein, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hatte vor drei Wochen eine Blockade für den Jemen verhängt, die auch Hilfsgüter betraf. Nach UN-Angaben benötigen mehr als 20 Millionen Menschen im Jemen Hilfe, sieben Millionen Menschen stehen demnach kurz vor einer Hungersnot.

In dem Land kämpfen seit 2014 schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Militäreinheiten des gestürzten Staatschefs Ali Abdullah Saleh gegen Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. 2015 griff das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis zugunsten von Hadi in den Konflikt ein.

Das Militärbündnis wirft den Rebellen vor, über Hilfslieferungen Waffen zu schmuggeln. Sowohl der Hafen von Hodeida im Westen des Landes als auch die Hauptstadt Sanaa werden von den Huthi-Rebellen kontrolliert. Nach UN-Angaben werden Hilfslieferungen über den Hafen von Hodeida weiter blockiert.