Erste Todesopfer nach Gebäudeeinsturz im chinesischen Changsha bestätigt

Rettungseinsatz im zentralchinesischen Changsha (AFP/-) (-)

Vier Tage nach dem Einsturz eines achtstöckigen Wohn- und Hotelgebäudes im zentralchinesischen Changsha haben die Rettungskräfte freudige und traurige Nachrichten verkündet. "Neun Menschen wurden geborgen, zwei sind gestorben", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag unter Berufung auf örtliche Behördenvertreter. Zunächst war am Dienstag die Rettung einer weiteren Überlebenden verkündet worden, chinesische Staatsmedien sprachen von einem "Wunder".

Ob die nun bestätigten zwei Todesopfer zu den neun aus den Trümmern geretteten Menschen zählten, führte Xinhua nicht aus. Die Suche nach weiteren Vermissten ging unterdessen weiter.

"Wir hoffen auf weitere Wunder", kommentierte der staatliche Fernsehsender CCTV am Dienstag die Rettung einer Frau aus den Trümmern. Die "Chinesische Volkszeitung" der Kommunistischen Partei berichtete, die Frau sei bei Bewusstsein gewesen und habe durch ein kleines Loch mit den Rettern kommuniziert, bevor sie gerettet wurde. Ihr Gesundheitszustand sei "stabil".

Der achtstöckige Gebäudekomplex, in dem sich ein Kino, ein Hotel und Wohnungen befanden, war am Freitag eingestürzt. Mehr als 700 Einsatzkräfte wurden an den Unglücksort geschickt. Bei dem Einsatz kamen unter anderem Bagger und Kreissägen zum Einsatz.

Nach offiziellen Angaben werden nach dem Unglück vom Freitag noch immer mindestens 14 Menschen vermisst. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, schwand. Auch könnte die Zahl der Vermissten noch deutlich höher sein, denn zu 39 weiteren Menschen konnte kein Kontakt hergestellt werden.

Die Ursachen des Einsturzes waren am Dienstag weiterhin unklar. Am Sonntag waren neun mutmaßliche Verantwortliche festgenommen worden, darunter der Eigentümer des Gebäudes. Ihnen wird laut Xinhua die Fälschung einer Sicherheitsüberprüfung zur Last gelegt. Am Tag vor den Festnahmen hatte Chinas Staatschef Xi Jinping eine gründliche Untersuchung der Unglücksursache gefordert.

In China stürzen immer wieder Gebäude ein. Das liegt teils an niedrigen Sicherheitsstandards, aber auch an Korruption bei Behördenmitarbeitern, die für die Kontrolle der Bauvorschriften zuständig sind.

yb/cp

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