Erste Haftstrafe wegen Russland-Connection

Im Zuge der Untersuchungen zu Verbindungen zwischen Donald Trumps Wahlkampfteam und Russland ist es zu einer ersten Haftstrafe gekommen. Der niederländische Rechtsanwalt Alex van der Zwaan wurde von einem US-Bundesgericht zu 30 Tagen Haft und einer Geldstrafe von 20.000 US. Dollar verurteilt.

Der Schwiegersohn eines russischen Oligarchen bekannte sich schuldig, FBI Ermittler über seine enge Zusammenarbeit mit Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam belogen zu haben; es geht aber auch um Kontakte zu einem russischen Agenten.

Der Niederländer hatte mit demehemaligen Trump-Wahlkampfchef Paul Manafort zusammengearbeitet und dem Vorwurf Muellers zufolge beim FBI bewusst falsche Angaben zu Gesprächen mit dem Trump-Berater Rick Gates gemacht.

Der zeitweilige Wahlkampfleiter Trumps, Paul Manafort, hat vor dem Sturz des prorussischen ukrainischen Staatschefs Janukowitsch PR und Lobbyarbeit für dessen Regierung gemacht.

Während mit dem niederländischen Juristen Alex van der Zwaan erstmals jemand im Zuge der Mueller-Ermittlungen verurteilt wurde, steht auch US-Präsident Donald Trump weiter im Rampenlicht. Er sei zwar im Moment kein «kriminelles Ziel», gegen ihn werde aber weiter in der Russland-Affäre ermittelt, wie die «Washington Post» berichtet.

Mueller bereitet der Zeitung zufolge auch einen Bericht über die Aktivitäten des Präsidenten in seiner Amtszeit und möglicher Behinderung der Justiz vor. Das habe er Trumps Anwälten gesagt. Mueller habe zudem die Notwendigkeit wiederholt, Trump zu befragen. Er wolle herausfinden, ob Trump die Absicht gehabt haben könnte, die Russland-Ermittlungen zu unterminieren.