USA und Russland einigen sich auf Waffenruhe für Teile Syriens

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USA und Russland einigen sich auf Waffenruhe für Teile Syriens

Beim G20-Gipfel in Hamburg treffen Wladimir Putin und Donald Trump erstmals aufeinander. Auf den Straßen eskaliert erneut die Gewalt. Elf Demonstranten werden schwer verletzt. Die aktuellen Entwicklungen.


+++ Polizist feuert Warnschuss im Schanzenviertel ab +++

Im Schanzenviertel feuert ein Polizist nach Angaben der Sicherheitsbehörden einen Warnschuss ab. Der Beamte sei massiv von Gewalttätern angegriffen worden.

+++ Tillerson: Putin hat Einmischung in US-Wahlen bestritten +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Außenminister Rex Tillerson im ersten persönlichen Gespräch mit US-Präsident Donald Trump jede Einmischung in die US-Wahlen 2016 abgestritten. Trump habe ihn mehrfach auf das Thema angesprochen, sagte Tillerson.

+++ USA und Russland einigen sich auf Waffenruhe für Teile Syriens +++

Russlands Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben sich auf einen Waffenstillstand für den Südwesten Syriens verständigt. Die Waffenruhe, an der auch Jordanien beteiligt sei, solle am Sonntag beginnen, sagte US-Außenminister Rex Tillerson nach dem Treffen am am Rande des G20-Gipfels.

Bei dem Gespräch der beiden Staatspräsidenten soll außerdem der Kampf gegen den Terrorismus und der Schutz vor Cyberangriffen Thema gewesen sein, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax.

+++ Demonstranten versuchen Elbphilharmonie zu blockieren +++

Tausende G20-Gegner haben versucht, zur abgesperrten Elbphilharmonie in Hamburg vorzudringen, wo sich am Abend die G20-Gipfelteilnehmer zu einem Konzert treffen wollten. In der Umgebung der Landungsbrücken etwa 1,7 Kilometer Fußweg von der Elbphilharmonie entfernt kam es zu Straßenschlachten. Die Polizei sprach von etwa 6000 Demonstranten.



+++ Trump nennt Begegnung mit Putin eine Ehre +++

US-Präsident Donald Trump hat sein erstes persönliches Treffen mit dem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Rande des 20-Gipfels als Ehre bezeichnet. Er habe mit dem russischen Staatschef bereits "verschiedene Dinge" besprochen, sagte der Republikaner: "Und ich denke, es läuft sehr gut." Er wolle den Gesprächsfaden gerne fortführen. Putin sprach seinerseits von einem wichtigen beiderseitigen Treffen, auch wenn es zuvor bereits Telefonate gegeben habe. Doch diese seien niemals ausreichend. "Ich bin erfreut, Sie persönlich zu treffen", fügte er hinzu. Die Begegnung der beiden Staatschefs wurde unter anderem mit Blick auf Ermittlungen in den USA wegen etwaiger Absprachen zwischen Russland und Trumps Umfeld im Wahlkampf mit Spannung erwartet.

+++ Demonstranten bei Flucht vor Polizei schwer verletzt +++

In Hamburg-Bahrenfeld sind nach Angaben der Feuerwehr bei einem Unfall elf Demonstranten schwer und drei leicht verletzt worden. Nach einer "Konfrontation mit Einsatzkräften" seien sie über ein Absperrgitter auf ein Firmengelände geklettert. Das Absperrgitter sei eingebrochen, und die Personen seien aus rund vier Meter Höhe abgestürzt.


Erneute Eskalation der Gewalt

+++ Erneute Eskalation der Gewalt +++

Die Polizei meldet „massiven Bewurf mit Gegenständen“ im Stadtteil St. Pauli. Reporter vor Ort beschreiben die Situation mit Worten wie „Straßenschlacht“ und „Jagdszenen“. Die Zusammenstöße finden einen knappen Kilometer Luftlinie von der Elbphilharmonie entfernt statt. Die Beamten warnen die Hamburger: "Bitte lasst das Auto stehen! Aufgrund der derzeitigen Krawalle empfehlen wir nicht mit dem Fahrzeug in die Innenstadt zu fahren."

+++ Erstes Treffen von Trump und Putin +++

US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin sind beim G20-Gipfel erstmals zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide bezeichnen es als eine Ehre und zeigten sich erfreut, den jeweils anderen zu treffen. Putin sagt, Telefongespräche seien niemals ausreichend.

Trump traf zuvor außerdem den mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto. Auf die Frage, ob er wie bisher wolle, dass Mexiko für die Mauer bezahlt, sagte der US-Präsident: "Absolut." Zudem mache man bei Handelsfragen mit Mexiko "sehr guten Fortschritt".




+++ Linke: Polizeistrategie „vollständig gescheitert“ +++

Die Eskalation der Gewalt bei der Anti-G20-Demonstration „Welcome to Hell“ ist nach Ansicht der Linken in der Hamburger Bürgerschaft „ohne jeden Zweifel von der Polizei“ ausgegangen. Sie habe die bis dahin friedliche Demonstration angegriffen, in einem ummauerten Straßenabschnitt eine Massenpanik ausgelöst und selbst flüchtende Menschen attackiert, erklärten die Fraktionsvorsitzenden Sabine Boeddinghaus und Cansu Özdemir am Freitag. Mit diesem Einsatz habe die Polizei „mindestens Schwerverletzte billigend in Kauf genommen und die Szenen produziert, die sie wochenlang angekündigt hat“.



Trump lobt eigene Erfolge


+++ Putin: "Wir sind gegen den Protektionismus" +++

Im Unterschied zu US-Präsident Donald Trump hat der russische Staatschef Wladimir Putin beim G20-Gipfel für einen freien Welthandel plädiert. „Wir sind gegen den Protektionismus, der sich in der Welt ausbreitet“, sagte Putin. Beschränkungen bei Handel und Finanzen hätten oft einen politischen Hintergrund und sollten Konkurrenten ausschalten, zitierte ihn die Agentur Interfax.

+++ Trump lobt eigene Erfolge +++

US-Präsident Donald Trump hat seinen Redebeitrag in der ersten Arbeitssitzung des G20-Gipfels für ein Eigenlob genutzt. Trump habe berichtet, wie gut es der US-Wirtschaft gehe, seitdem er im Amt sei, berichteten Diplomaten. Zudem habe er sich über die nordkoreanischen Raketentests geäußert, obwohl diese gar nicht Thema gewesen seien.

Trump war den Angaben zufolge der erste Staats- und Regierungschef, dem Gipfel-Gastgeberin Angela Merkel in der Gesprächsrunde zum Thema Wirtschaft und Handel das Wort erteilte. Danach ließ die Bundeskanzlerin EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker reden. Der Luxemburger grenzte sich den Angaben zufolge deutlich von Trump ab, indem er sich im Namen der EU klar für offenen multilateralen Handel aussprach und über die erst am Donnerstag getroffene Grundsatzeinigung für ein europäisch-japanisches Freihandelsabkommen sprach.



+++ Merkel fordert Kompromissbereitschaft +++

Zum Auftakt der G20-Sitzung ermahnt Bundeskanzlerin Angela Merkel die G20-Partner zur Kompromissbereitschaft. Millionen Menschen weltweit verfolgten den Gipfel und erwarteten Lösungen, sagt Merkel. "Ich bin auch ganz sicher, dass sich jeder hier anstrengt, um gute Ergebnisse zu erreichen", sagt sie, ohne die Differenzen etwa beim Klimaschutz oder beim Freihandel mit den USA direkt zu nennen.

+++ Partnerprogramm wegen Sicherheitslage geändert +++

Das Partnerprogramm für die Eheleute beim G20-Gipfel in Hamburg wird angesichts der angespannten Sicherheitslage geändert. Nach dpa-Informationen soll ein bisher geplanter Termin im Klimarechenzentrum nun durch Vorträge der Experten im Hotel Atlantik ersetzt werden.



Polizei: 159 verletzte Beamte und 45 Festnahmen


+++ Polizei: 159 verletzte Beamte und 45 Festnahmen +++

Bei den Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg sind nach Angaben der Polizei bisher 159 Beamte verletzt worden (Stand: 12.20 Uhr). Dabei handele es sich um Polizisten und Bundespolizisten, hieß es am Freitag bei der Hamburger Polizei. 45 Menschen seien festgenommen und 12 in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Bundespolizei berichtete, einer ihrer Beamten habe am Freitag Schnittverletzungen erlitten, als rund 60 Vermummte die Bundespolizei im Bahnhof Hamburg-Altona angegriffen hätten. Mit einem Hammer seien die Scheiben am Wagen des darin sitzenden Beamten eingeschlagen worden.

+++ Hamburger Polizei erhält Verstärkung +++

Mehrere Bundesländer haben Hamburgs Polizei Verstärkung zugesagt. Allein aus vier Ländern werden zusätzlich mehr als 850 Polizisten entsandt. Darunter war Mecklenburg-Vorpommern mit zusätzlich 240 Beamten. Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Bayern wollten jeweils 200 zusätzliche Polizisten schicken, die sich von Mittag an auf dem Weg machten. Das niedersächsische Innenministerium schickte „einige Polizeikräfte“ zur Verstärkung, die aber nicht näher beziffert wurden.

In Schleswig-Holstein kann deshalb die uneingeschränkte Erreichbarkeit kleinerer Polizeidienststellen nach Angaben des Landespolizeiamts nicht mehr garantiert werden. Die Reviere als größere Einheiten sollten aber uneingeschränkt erreichbar bleiben. Der Funkstreifendienst werde ebenfalls in gewohntem Umfang gefahren, hieß es. Vize-Landespolizeidirektor Joachim Gutt bat die Bürger um Verständnis. „Die Sicherheit in Schleswig-Holstein ist und bleibt gewährleistet“, versicherte er.

Hamburgs Innensenator Andy Grote zufolge werde die Verstärkung im Lauf des Tages eintreffen. Zum weiteren Verlauf der Demonstrationen sagt Grote: "Wir müssen mit allem rechnen, wir rechnen auch mit allem."


+++ Melania Trump an Verlassen ihrer Unterkunft gehindert+++

Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump ist offenbar von Demonstranten an der Teilnahme am Partnerprogramm des G20-Gipfels gehindert worden. „Wir haben von der Polizei bisher keine Sicherheitsfreigabe zum Verlassen des Gästehauses“, sagte eine Sprecherin von Melania Trump der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Erste persönliche Begegnung von Trump und Putin +++

US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin sind sich erstmals persönlich begegnet. Beim G20-Gipfel in Hamburg gab es am Freitag einen ersten Handschlag nach dem Eintreffen aller Staatsgäste, berichtete Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Sie gaben einander die Hand und sagten, dass sie sich extra treffen und bald sehen werden“, sagte Peskow der Agentur Tass zufolge. Die Führer der größten Atommächte planten für den Nachmittag ihre erste längere Begegnung. Er freue sich darauf, twitterte Trump vorab.




Polizei fordert Verstärkung an


+++ May hält US-Rückkehr zum Klimaabkommen für realistisch +++

Nach den Worten der britischen Premierministerin Theresa May ist es möglich, dass die USA zum Pariser Klimaabkommen zurückkehren. Teilnehmer des G20-Gipfels würden Präsident Donald Trump auffordern, einen Weg dafür zu finden. "Ich glaube, es ist möglich", sagt May dem Sender BBC.

+++ Polizei fordert Verstärkung an +++

An mehreren Orten in der Hamburger Innenstadt versuchen weiterhin Demonstranten, Straßen zu blockieren. Die Polizei schreitet häufig zügig ein und löst diese Blockaden auf. Teilweise werden Wasserwerfer eingesetzt. Insgesamt hat sich die Lage am späten Freitagvormittag aber beruhigt. Weitere größere Demonstrationen werden am Nachmittag erwartet, wenn die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder zu einem Konzert in die Elbphilharmonie fahren. Die Hamburger Polizei bemüht sich um Verstärkung aus anderen Bundesländern. "Wir haben bundesweit angefragt, ob Kräfte frei wären, und das wird geprüft", sagt ein Polizeisprecher. Er äußert sich nicht dazu, wie viele Beamten tagesaktuell im Einsatz sind. Der Sprecher bekräftigt nur, dass insgesamt rund 15.000 Polizisten wegen des G20-Gipfels vor Ort seien.


+++ Putin betont Klimaschutzabkommen +++

Russland sieht das Pariser Klimaschutzabkommen nach Worten von Präsident Wladimir Putin als Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit. Putin ruft die G20-Länder zum gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus auf und plädiert für weitere Reformen des Internationalen Währungsfonds.

+++ Juncker und Tusk wenden sich an Trump +++

Zum Auftakt des Gipfels kündigt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine angemessene und sofortige Reaktion der Europäer an, sollten die USA Strafzölle auf Stahlimporte verhängen. EU-Ratspräsident Donald Tusk begrüßt das Bekenntnis von US-Präsident Donald Trump zu den transatlantischen Beziehungen, das dieser in Polen gemacht hat. Darauf habe man lange gewartet. Die Frage sei jetzt, ob es sich um eine neue Politik oder nur um Worte handle. Trump hatte in Warschau bekräftigt, dass die USA zur Nato stünden. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die Staats- und Regierungschef am Freitagvormittag am Tagungsort mitten in der Hansestadt. Im Anschluss wollte sich die G20-Runde in einer ersten gemeinsamen Sitzung mit der Bekämpfung des internationalen Terrorismus befassen.


Trump begeistert von Treffen mit Merkel

+++ Trump begeistert von Treffen mit Merkel +++

US-Präsident Donald Trump schreibt auf Twitter, sein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend sei "großartig" gewesen.



+++ Brandsätze und Gewalt bei Demo +++

Zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg ist die Lage am Freitagmorgen erneut eskaliert. An mehreren Orten in der Stadt brennen Autos. Über der Stadt stehen Rauchwolken, Hubschrauber kreisen am Himmel. Demonstranten versuchen wie angekündigt, die Anfahrt der Gipfelteilnehmer zu blockieren. Das Bundespolizeirevier in Hamburg-Altona werde von Gewalttätern angegriffen, teilte die Bundespolizei Nord per Twitter mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Bereich zu meiden und sich von Chaoten zu distanzieren. Am dortigen Bahnhof würden Gewalttäter Brandsätze werfen, Streifenwagen würden brennen.

+++ Erste Demonstrationen gestartet +++

Zum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg haben sich am Freitagmorgen hunderte Demonstranten an den Hamburger Landungsbrücken und am Verkehrsknotenpunkt Berliner Tor versammelt. Die Gruppe „Block G20 - Colour the red zone“ hat angekündigt, in die engste Hochsicherheitszone vordringen zu wollen. An den Landungsbrücken setzten sich mehr als 1000 weiß und lila gekleidete Menschen in Bewegung. Viele skandierten: „Haut ab, haut ab.“ Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer vor. Am Berliner Tor liefen mehr als 200 Teilnehmer los, es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei.

+++ Neue Blockaden angekündigt +++

Im Stadtteil Altona machten sich erste G20-Gegner von ihrem Camp aus in Gruppen auf den Weg in Richtung Innenstadt, wie Reuters-TV berichtete. Angekündigt sind Straßenblockaden und Störaktionen, um den offiziellen Beginn des Treffens der Staats- und Regierungschefs zu behindern. Bundeskanzlerin Angela Merkel sollte am Vormittag ihre Gäste begrüßen, unter ihnen die Präsidenten der USA, Russlands und der Türkei, Donald Trump, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan. Bei den Gesprächen stand zunächst die Terrorbekämpfung auf dem Programm, gefolgt von Weltwirtschaft und des Handel.