Löchrige BVB-Abwehr überrascht selbst Union-Star

SPORT1
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Union Berlin hat in der Bundesliga für die nächste faustdicke Überraschung gesorgt.

Mit dem 2:1-Sieg über Borussia Dortmund schoben sich die Eisernen zumindest vorübergehend bis auf den fünften Tabellenplatz vor - und liegen damit nur noch einen Zähler hinter dem vermeintlichen Bayern-Jäger BVB. Überraschend war nicht nur der Sieg an sich, sondern auch, wie leicht der Hauptstadt-Klub am Freitagabend zu Toren kam.

Vor allem beim entscheidenden Treffer zum 2:1 wurde Siegtorschütze Marvin Friedrich sträflich alleine gelassen. Das verblüffte selbst den Union-Profi, dessen Kopfballstärke eigentlich bekannt sein sollte.

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"Schon ein wenig" verwundert sei er, antwortete Friedrich auf entsprechende Nachfragen von DAZN und ZDF: "Wir hatten schon ein paar Ecken davor, da wurde ich immer sehr eng gedeckt. Aber bei dem war ich dann erstaunlich frei und konnte es zum Glück nutzen." Vor dem Duell mit dem BVB hatte der Innenverteidiger nach Standards bereits drei Tore per Kopf erzielt.

Trimmel: "Wenn das Timing stimmt ..."

Auch das erste Gegentor hatte sich Schwarz-Gelb nach einer Ecke eingefangen, Torschütze war hier Taiwo Awoniyi. Was vor allem Mats Hummels rasend machte: "Wir haben zwei Spiele in der Bundesliga durch Standards verloren, das ist eine Katastrophe", schimpfte der BVB-Star bei DAZN: "Wir hauen uns einfach selber in die Pfanne, das darf nicht sein."

Vorlagengeber zum 1:0 war dabei wieder einmal der überragende Standard-Schütze Christopher Trimmel, dessen Ball am kurzen Pfosten von Grischa Prömel auf Awoniyi verlängert wurde. Wieder mal eine einstudierte Variante: "Wenn das Timing da stimmt, ist man immer einen Schritt voraus - und das Timing war da."

Den zweiten Eckball-Treffer bereitete übrigens Cedirc Teuchert vor, Trimmel war da schon ausgewechselt. Aber weil Dortmund erneut nicht auf dem Posten war, konnte auch Teuchert glänzen.