Erschütterndes Poster: Kindergartenkinder bekommen Anweisungen für Amoklauf

Traurige Realität: In manchen amerikanischen Kindergärten hängen Poster an der Wand, die den Kindern das Verhalten im Fall eines Amoklaufes beibringen sollen. Eine Mutter hat mit dem Posten eines solchen Bildes eine Welle an Reaktionen auf Twitter ausgelöst.

Vorsichtsmaßnahmen in amerikanischen Schulen: Bunte Poster mit Verhaltensregeln für den Fall, dass Bewaffnete die Kinder attackieren. (Bild-Copyright: Twitter/radiofreegeorgy)

“Einschließung, Einschließung, verschließt die Tür. Macht das Licht aus, sagt nichts mehr. Geht hinter euren Tisch und versteckt euch. Wartet, bis es drinnen wieder sicher ist.” So klingt der verstörende Reim auf einem Poster im künftigen Klassenzimmer von Georgy Cohens Kindergartenkind, den die Mutter auf Twitter geteilt hat.

“Das sollte nicht im Klassenzimmer meines angehenden Kindergartenkindes hängen.”

Die Twitter-Userin stört sich nach eigener Erklärung weniger daran, dass die Schule diese Sicherheitsmaßnahmen trifft, als vielmehr an der Tatsache, dass diese in den USA überhaupt nötig sind. Mehr als 20 Schulschießereien hat es 2018 in dem Land bereits gegeben und die bestehenden, lockeren Waffengesetze sind ein täglich diskutiertes Thema.

Auf Twitter hat Georgy Cohens Beitrag bereits rund 30.000 Retweets bekommen. Aus Österreich etwa erntet sie vor allem Mitleid, so schreibt ein User:

“Es tut mir so leid für euch. Kinder in Österreich kennen nur Brandschutzübungen, die gerade einmal einen kleinen Gang auf den Schulhof beinhalten. So sollte es sein.”

Ein weiterer Twitter-Nutzer schreibt zu dem Inhalt des besagten Posters kurz und knapp:

“Das klingt wie ein Reim aus einem Horrorfilm.”

Darüber hinaus gibt es konkrete Vorschläge, um die Amokläufe an Schulen über Gesetzesänderungen einzudämmen:

“Ein Anfang wäre es, die Gesetze zu verschärfen, die wir schon haben? Zum Beispiel alle bekannten Schlupflöcher beim Schusswaffenerwerb zu schließen und zu versuchen, geisteskranke Menschen am Kauf einer Waffe zu hindern? Vielleicht sollten wir an diesem Punkt ALLES versuchen anstatt nur ‘Gedanken und Gebete’ zu teilen.”