Der erschreckende Unterschied zwischen den Anschlägen des IS und denen von Al-Kaida

John Stanley Hunter
Der IS unterscheidet sich bei seiner Taktik grundlegend von Al-Kaida

Der Anschlag von Barcelona ist der erste seiner Größe in Spanien, seit die Terrororganisation Al-Kaida 2004 in Madrid 191 Menschen mit einer Reihe von Bombenanschlägen tötete, mehr als 2.000 Menschen wurden damals verletzt. Jetzt, 13 Jahre später, versucht die Terrormiliz IS ebenfalls das Land in Angst und Schrecken zu versetzen.

Doch es gibt einen entscheidenen Unterschied in der Strategie der beiden Organisationen. Obwohl viele ihrer politischen Ziele übereinstimmen, haben sich die Anführer der Terrormilizen IS und Al-Kaida in den vergangenen Jahren immer wieder rhetorisch angegriffen. Auf der anderen Seite ist inzwischen bekannt, dass beide „Diskussionen und Dialoge“ über eine mögliche Zusammenarbeit führen.

Was der IS und Al-Kaida teilen — und was nicht

Besonders bei Anschlägen im Westen wird deutlich, dass der IS nicht wie Al-Kaida funktioniert. Während Al-Kaida größtenteils für aufwändigere Anschläge wie den 11. September 2001 in den USA oder Bombensprengungen in U-Bahnstationen wie etwa Madrid und London bekannt ist, baut die Terrormiliz IS eher auf viele, weniger aufwändige Anschläge, die ihre Anhänger selbstorganisiert verüben.

„Der IS funktioniert nach einer Dezentralisierung der Taktiken“, meint Terrorismusexperte Max Abrahms von der Northeastern University in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. „Die Anführer rufen jeden verärgerten Moslem auf, jegliches Ziel seiner Wahl anzugreifen. Al-Kaida agiert da etwas zentralisierter“, sagte er zu Business Insider.

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