Erschreckend genau: Zeitung sagte Donald Trumps Politik schon 2016 voraus

2016 wagte die Zeitung “The Boston Globe” einen Blick in die Zukunft: Sie skizzierte als Satire Donald Trumps Politik im Weißen Haus. Was als Scherz gemeint war, entpuppt sich zwei Jahre später als erschreckend genaue Vorhersage.

“Die Abschiebungen beginnen”, titelte der “Boston Globe” 2016. (Bild-Copyright: NatashaBertrand/Twitter)

Die Journalistin Natasha Bertrand veröffentlichte jetzt auf Twitter ein Cover der “The Boston Globe” vom April 2016. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Donald Trump noch im parteiinternen Wahlkampf, galt aber schon als nahezu sicherer Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Die Zeitung erlaubte sich einen Scherz und prognostizierte die Politik des möglichen US-Präsidenten. Rund zwei Jahre später ist Trump längst im Amt, doch das ist nicht die einzig korrekte Vorhersage des Blatts.

“Die Abschiebungen beginnen” titelte “The Boston Globe” 2016. Tatsächlich steht Donald Trump für eine strenge Abschiebepolitik, seine Administration verkündete erst kürzlich, noch schonungsloser bei Ausweisungen vorgehen zu wollen und selbst schwangere Frauen keinen Aufschub mehr zu gewähren.

Darüber hinaus lautete eine Headline der Zeitungssatire “Handelskrieg droht, Märkte brechen ein”, und auch hierbei handelt es sich um eine ziemlich genaue Vorhersage von Trumps Politik. Erst vergangene Woche stellte der Republikaner weitere Strafzölle für China in Aussicht und heizte die eh schon angespannte Stimmung damit weiter an.

Zum Thema Grenzmauer zu Mexiko vermeldete “The Boston Globe”, dass diese immer noch auf sich warten lasse. Hier traf die Satire den Nagel wieder auf den Kopf: Im April 2018 steht bislang noch kein einziger Meter Mauer, die Regierung erneuerte bislang allenfalls alte Grenzzaunstücke.

Außerdem prophezeite das Blatt schon damals das schwierige Verhältnis von Trump zur Presse, wenn auch etwas überspitzt.

Die Satire-Ausgabe von “The Boston Globe” wollte im April 2016 die Republikaner wach rütteln und dazu animieren, den umstrittenen Kandidaten aufzuhalten. Vergeblich, heute sitzt der Unternehmer als Präsident im Weißen Haus und ließ die Befürchtungen der “Globe”-Journalisten Wirklichkeit werden.

Lacht selbst sein Vizepräsident über Donald Trump?