Erschütternder Bericht - Das Leiden in Münchens Pflegeheimen

AZ

In Münchner Heimen wird mehr als jeder zweite schutzbedürftige Alte mit Psychopharmaka ruhig gestellt, viele Pflegebedürftige liegen mit Schmerzen im Bett. So dokumentiert es die Heimaufsicht.

München - Offene Wunden, die niemand versorgt. Bettlägrige Alte, die innerlich austrocknen, weil sie kaum zu trinken bekommen. Verwirrte Senioren, die mit Psychotropfen vollgepumpt werden, damit sie das Pflegepersonal nicht stören: Dass vielen älteren Münchnern davor graut, irgendwann in einem Pflegeheim zu landen – kein Wunder. Was Angehörige von Pflegeheimbewohnern und freilich auch viele Altenpfleger längst wissen, liegt nun – erneut – in nackten Zahlen auf dem Tisch. Und die sind hässlich.

In den vergangenen zwei Jahren haben die Pflegeprüfer der Münchner Heimaufsicht im Schnitt mehr als zwei Mal die Woche 60 Münchner Pflegeheime kontrolliert – und dabei unangekündigt rund 1800 Senioren an ihren Betten besucht und die Dokumentationen zu den Bewohnern gefilzt. Was sich den Kontrolleuren bot, die im Auftrag des Kreisverwaltungsreferats unterwegs sind, war oft ein Bild des Jammers:

Bei weit mehr als jeder zweiten Prüfung (59 Prozent) brachten sie Verstöße gegen "die gesetzlichen Qualitätsanforderungen" ans Licht. Das ist fast ein Zehntel mehr, als in den beiden Jahren davor.
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