"Erpressung" – Neymars Vater schießt gegen den FC Barcelona

Neymars Vater wollte seinen Sohn nach eigenen Angaben vom Barca-Verbleib überzeugen. Doch das Verhalten der Verantwortlichen habe das geändert.

Neymars Vater hat dem FC Barcelona nach dem Transfer seines Sohnes zu Paris Saint-Germain Erpressung vorgeworfen. Es geht um einen Treuebonus in Höhe von 26 Millionen Euro, den die Katalanen ihrem einstigen Starstürmer nun nicht mehr zahlen werden. Dies hatte Barca am Freitag mitgeteilt.

Hintergrund: Angeblich zögerte Neymar Sr., Vater und Berater des Selecao-Stars, den Deal mit PSG absichtlich hinaus, um den genannten Treuebonus zu kassieren. Dieser war ihm Rahmen von Neymars Vertragsverlängerung im vergangenen Oktober vereinbart worden und sollte nach dem 31. Juli fällig werden.

Neymar Sr.: "Bis dahin war ich auf Barcelonas Seite"

Barca-Sprecher Josep Vives erklärte allerdings am Freitag, Neymar sei zwar am 31. Juli noch ein Spieler des spanischen Vizemeisters gewesen, er habe aber bereits vor diesem Datum mit PSG verhandelt. Daher werde der Verein den Betrag nicht zahlen. Barcelona hatte genau dies in den Gesprächen mit Neymar vor dem Transfer angekündigt. Und Neymar Sr. behauptet, in diesem Moment sei auch bei ihm die Entscheidung für einen Wechsel nach Paris gefallen.

Bei COPE sagte er: "Wenn sie uns nicht bezahlen wollten, dann konnte ich nichts tun. Aber ich wollte mich nicht auf diese Erpressung einlassen. In jenem Augenblick verlor Barcelona meine Unterstützung."

"Bis dahin war ich auf Barcelonas Seite und versuchte, Neymar vom Verbleib zu überzeugen", beteuerte er weiter. "Aber mit diesem Verhalten des Vorstands wollte ich nicht länger auf seiner Seite stehen. Denn der Vertrag ist an der Stelle sehr klar und deutlich und es war nie geplant, diese Klausel wahrzunehmen."

Neymar Sr. erklärte außerdem mit Blick auf die Berichterstattung rund um den Weltrekordtransfer: "Ich weiß, worüber wir gesprochen haben und ich kann ihnen in die Augen schauen und berichten, was gesagt wurde und was nicht. Falls die Menschen nun nicht respektieren, was wir sagen, dann werde ich nicht respektieren, was sie schreiben."