Erotische Fanliteratur: Mann liest falschen Harry Potter

Harry Potter (Daniel Radcliffe) und Hermine (Emma Watson) trotzen dem Bösen. Was sie in einer Parallelwelt erwartet hätte, wissen sie gar nicht. (Bild: Wenn)



Ein Mann liest Harry Potter und bemerkt erst, nachdem er sich mit einer Freundin über das Werk austauscht, dass es sich um extrem anzügliche Fanliteratur handelt. Die Gesprächspartnerin hat den Facebook-Chat nun veröffentlicht.

Fünf Bücher hatte Chris Chappell schon gelesen, als er mit „Harry Potter und der Orden des Phoenix“ begann. Er hatte mal gelesen, dass die Harry-Potter-Serie mit jedem Buch etwas düsterer und erwachsener würde. Er wurde deshalb auch bei Sexszenen, Nekrophilie und einer Vergewaltigungsszene nicht stutzig.

Als er mit dem Buch fast fertig ist, möchte er mit einer Freundin die Handlung des sechsten Teils besprechen. Die Konversation beginnt harmlos:

„Dudley stirbt also in Harry Potter, ja?“
Seine Freundin Shelley Zhang weiß noch nicht, was auf sie zukommt. „Möchtest du, dass er stirbt?“
„Nein, ich bin aber gerade an der Stelle, wo er getötet wird, aber Julia konnte sich daran nicht mehr erinnern, weswegen ich jetzt sichergehen wollte, dass ich hier keine seltsame Fanliteratur lese.“
„Ähm, bei welchem Buch bist du gerade?
„Beim Ende von Orden des Phoenix“
„Er stirbt nicht in Orden des Phoenix. Meinst du das ernst?“
„Er springt nicht von einem Gebäude?“
„Was zur Hölle, nein. Ich denke, es ist kein Riesenspoiler, aber er stirbt gar nicht.“
„Was?! Du veräppelst mich“
„Nein, tue ich nicht. Dudley stirbt nicht. Tatsächlich taucht er im Laufe der Bücher immer seltener auf. Warum springt er denn von einem Gebäude?“
„Er stand unter dem Imperiusfluch und wurde gezwungen, von seiner Schule zu springen. Von diesem Rattentyp.“
„Äh, ich weiß nicht, was du da liest, aber es ist nicht der Orden des Phoenix.“

So geht es dann weiter, bis Shelly Zhang etwas tiefer bohrt. Plötzlich ist von Folterszenen die Rede, von einer expliziten Sexszene zwischen Harry Potter und Hermine und einer vorgetäuschten Vergewaltigungsszene zwischen Draco und Ginny.

Chris Chappell ärgert sich natürlich darüber, dass er seine Zeit mit dem falschen Buch verschwendet hat. Um sicherzugehen, dass wenigstens die anderen Bücher die Richtigen waren, bespricht er deren Inhalt mit Shelly Zhang – und die spielt ihm einen Streich.

Und nach der ganzen Aufregung stellt Chris Chappell die alles entscheidende Frage: „Was, wenn ich diese alternative Zeitlinie lieber mag als die echte?“